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Netter Brief für unseren Vermieter

Blogged in Alltag,Studentenleben by kakamon Samstag Februar 12, 2011

ohne Kommentar, der folgt vielleicht irgendwann nochmal:

Sehr geehrter Herr Lüning,

nach unserem Telefonat vom 29.03.2009 möchten wir Sie noch einmal schriftlich darauf hinweisen, dass wir die nicht uns gehörenden Gegenstände auf dem laut Mietvertrag uns zur Verfügung gestellten Dachboden nicht entsorgen werden. Der Speicher ist nicht abschließbar, so dass nicht nur wir, sondern jeder Mieter im Haus Zutritt zum Dachboden hat. Wir wissen daher nicht, welche eingelagerten Gegenstände von anderen Mietern oder von ehemaligen Mietern sind. Außerdem wurde kein Übergabeprotokoll beim Einzug angefertigt, so dass nicht nachweisbar ist, welche Gegenstände von Vormietern zurückgelassen wurden. Die diesbezügliche Beweispflicht liegt beim Vermieter.

Gemäß § 49 Abs. 4 der Bauordnung NRW muss jede Wohnung über einen Abstellraum verfügen, der mindestens 6 qm groß sein soll. Die Abstellflächen dürfen bei der Berechnung der Mietfläche nicht berücksichtigt werden. Offensichtlich soll der Dachboden der uns laut Gesetz zustehende Abstellraum sein. Falls aus Brandschutzgründen die Nutzung des Dachbodens als Abstellraum nicht zulässig ist, erwarten wir alternativ die alleinige Nutzung eines abschließbaren Kellerraumes.

Weiter weisen wir Sie darauf hin, dass wir mit einem weniger als 1 qm fassenden Raum im Keller nicht zufrieden sind. Gerne geben wir uns allerdings mit einem zwischen 4 und 6 qm fassenden Abstellraum zufrieden. Wenn Sie mit dem Umbau des abschließbaren Kellerraumes fertig sind und uns einen solchen zur Verfügung stellen können, geben Sie uns doch bitte Bescheid, so dass wir dann gerne die uns gehörenden Kartons vom Dachboden in den Keller räumen werden.

Wir begrüßen es sehr, dass Sie sich zum Thema Brandschutz Gedanken machen. Vielleicht können Ihnen in diesem Zuge folgende Hinweise behilflich sein: Es fehlen Feuerlöscher und Brandmelder im Treppenhaus und die Eingangstüren zu den Wohnungen haben keine Brandschutztüren. Welcher zweite Fluchtweg ist für die Dachgeschossbewohner vorgesehen? Da das Treppenhaus aus Holz ist, besteht erhöhte Brandgefahr. Eventuell haben Sie ja bei den anstehenden Umbauarbeiten die Möglichkeit, auch diese Punkte zu berücksichtigen.

Mit freundlichen Grüßen,


“Damit die Welt es erfährt” – Oder: “Ich würde gern Zeugnis ablegen, wenn ich eins hätte”

Blogged in Allgemein by Gahi Freitag Februar 4, 2011

Liebe Bunzelwehrmenschen, liebe Primaten der Politik,

euch ist auch wirklich nichts zu peinlich, oder? Habt ihr euch schonmal überlegt, was eigentlich euer Problem ist? Habt ihr schon mal darüber gegrübelt, warum euch keiner mag, ihr lieben kasernierten Kameradinnen und Kameraden?

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Geschenke-Such-Fluch

Blogged in Allgemein,Konsumhölle by Gahi Montag Dezember 13, 2010

Es gibt Tage, an denen man eine eigentlich triviale Besorgung in der Stadt machen will, aber wie mit einem Fluch belegt einfach nicht das Passende findet. Wenn man zum Beispiel eine weiße Bluse sucht, die Trendfarbe des Sommers aber safrangelb oder die des Herbstes beere ist, dann ist nichts zu machen. Oder wenn man im Frühjahr, schwanger, nach einer Jacke Ausschau hält, weil die Tage und Nächte noch grimmig kalt sind – und nass obendrein. Es gibt aber in den zwei erschwinglichen Umstandsmodemöglichkeiten in Köln gerade keine Jacken, weil im Frühjahr ja die Sommermode verkauft wird – und wer braucht im Sommer schon eine Jacke? Das ist wie früher in der DDR, als man 3 Monate nach Bananen anstand, um dann Schuhcreme zu bekommen, aber nur braune, denn die schwarze wurde an den Westen verschachert.

So einen Tag hatte ich heute. (weiterlesen…)

Die Mühlen des Amtsschimmels

Blogged in Allgemein,Kind&Kegel by Gahi Mittwoch September 1, 2010

In Deutschland ein Kind zur Welt zu bringen, ist gar nicht so ohne. Man wird von allen Seiten unterstützt, dass man sich in der Schwangerschaft nicht überlastet und nach der Geburt möglichst lange (am besten für immer) Heim und Herd hütet, damit es dem Nachwuchs an nichts fehle. Dafür gibt es zeitweise Geld, ordentlich politische Propaganda und, für später dann, keine Betreuungsplätze.

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Ah, schaut mich an!

Blogged in Allgemein,Kind&Kegel by Gahi Freitag August 27, 2010

Ich bin zwar nicht der Mann, der alles kann – aber schwanger. Und das ist in einer Gesellschaft mit sinkenden Geburtenraten und Erstgebärenden ab 35 schon mal ein Grund zu starren. Seit sich meine Kugel abgezeichnet hat, wurde ich angestarrt. Meistens unverhohlen, vor allem im Schwimmbad. Am häufigsten sind immer die Typen geschockt, die ich gerade noch beim Schwimmen abgehängt hab. Das ist für viele Männer jüngeren und mittleren Alters ein direkter Angriff auf den Stolz, vor allem wenn es von einer Frau kommt. Wenn es von einer hochschwangeren Frau kommt, ist das Ganze noch kritischer.

Ich empfinde das als durchaus unhöflich, wenn Leute, wie heute morgen, NUR auf meine Kugel starren, sekundenlang, minutenlang, nicht bemerkend, dass ich sie die ganze Zeit beobachte. Bis sich irgendwann unsere Blicke treffen: in ihrem steht eine Fassungslosigkeit, die sie so schnell nicht verbergen können (ich hab sie ja schon eine Weile im Blick gehabt) und in meinem steht Provokation. Ich hätte vieles für möglich gehalten. Aber nicht, dass man mit einer Schwangerschaft provozieren kann.

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