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Militanter Tierschutz

Blogged in Alltag,Politik by Gahi Mittwoch Juli 20, 2005

Ich hatte heut mal wieder ne besonders ätzende Type am Arsch kleben. Gut, das hatte ich schon oft. Notgeile Rastafaris, nervende Studenten oder Bettler. Alle kein Problem gegen den heute.

Das lästige an diesen Parasiten ist, dass sie sofort wieder angeschwirrt kommen, kaum hat man sie sich vom Arsch gekratzt.

Ich hatte den Stand schon von weitem gesehen. Tierrechtschutz oder son Kram. Das schien gereicht zu haben, dass mir dieser Grützenkopp hintehergerannt kam. Grü?tzenköppe sind Leute, die das allseits bekannte Sprichwort irgendwie falsch verstanden haben und statt Weisheit pure Grütze mit Löffeln gefressen haben.

Er laberte mich voll, ich würde bestimmt Tiere mögen, meine Augen würden ihm gefallen, ich solle mal mitkommen. Diese Leute sabbeln immer in einer so atemberaubenden Geschwindigkeit, dass man keine Chance hat, auch nur im Ansatz zu verstehen, was sie eigentlich von einem wollen.

Sie wollen Geld. Immer.

Ehe ich mich versah, hatte ich nen Wisch in der Hand, mit dem ich spenden sollte und wurde vollgebrabbelt, ich würde doch sicher ein bisschen was abgeben können, sonst würde ich ja nicht dastehen.

Ich versuchte es mit “Ich geb dem BUND schon Geld…” [gelogen] Jetzt kam der Typ richtig in Fahrt. Bla, hätten Spenden unterschlagen und so. Aber wenn ich nich wollte, sollt ich es halt lassen. Der riss mir den Zettel aus der Hand und fing an, seine gesamten angestauten Aggressionen auf mich zu produzieren. Der hatte echt nur Gurke im Kopp. “Wir” würden ja gar nix tun, “wir” würden Tierschutz zwar wollen, aber nicht bereit sein, was dafür zu geben und “wir” würden “unseren” Tierschutzverein ja immer für den besten halten, obwohl alle nur scheiße bauen.

Das ist ja schon mal ne Unverschämtheit an sich. Auf: “Ach, IHR seid die einzig Wahren?” und “Das musst Du den Leuten schon selbst überlassen, was und wieviel sie tun.” wurde der immer wütender.
Der fing an, sie wären der Dachverband von allem und die einzigen, die Gesetze durchgebracht hätten, das wär ja das einzige, was hilft und überhaupt. Ausserdem sei er seit 5 Jahren Vegetarier, hätte ne Dogge zuhause und würde hier ehrenamtlich auf der Straße stehen. “Wer macht hier nun mehr?”

Ich dachte: naja, ich bin seit 10 Jahren Vegetarier, hab Tiere zuhause, die ich vorm sicheren Tod bewahrt hab. Ich arbeite für das Artenschutzprogramm Feldhamster, habe ehrenamtlich im Tierheim gearbeitet und dem NABU oder BUND oder was immer da dran hängt, schon Geld in den Allerwertesten geschoben. Außerdem studiere ich Biologie und werde in meiner beruflichen Laufbahn höchstwahrscheinlich mehr in Sachen Tierschutz und Arterhaltung erreichen als dieser frustrierte Arbeitslose mit wässrigen blauen Augen, schlecht gefärbten Haaren und Unfähigkeit, sich einigermassen anst?ndig auszudr?cken.

Ich sagte: “Kennstma doch garnich!”

Das Gebrabberl ging weiter, der wurde immer unverschämter und wütender, dass er auf der Straße rumstehen würde und nix bei rumkommen würde, außer vielleicht einer Spende am Tag. [Vielleicht sollte er die Strategie mal wechseln und nicht nur dumm rumprollen...]

Er pries noch einmal seinen Verein und erwähnte PETA, die diese Arbeit in den Staaten machen würden. BEEEEEEEP! Zonk! Die PETA sind ja wohl mit Abstand der bekloppteste Haufen, den es im Bereich Tierschutz gibt.

Bei mir gingen die Rollläden runter. Ich erwähnte, dass ich von deren Plakatkampagnen der PETA nicht allzuviel halten würde und Mr. Ein-Herz-für-Tiere sprang sofort drauf an. Ich meine wohl die Anspielung auf Kzs.
Die meinte ich. Und ich machte ihm ziemlich deutlich, dass das alles andere als vergleichbar wär.
Jetzt wurde der richtig böse. Ich auch. Er fing an zu pöbeln, was denn der Unterschied sei zwischen Leuten, die vergast würden und Massenproduktion von Tieren. Ein Tier würde auch fühlen und weinen, wenn man die Hand erhebt.

Meine Fresse.
Der war tatsächlich so bescheuert.

Ich versuchte zu erklären, dass Tiere auf einer ganz anderen Ebene Schmerz empfinden und nicht annähernd Bewusstsein und Erinnerungsvermögen wie Menschen hatten, hörte aber sofort wieder auf.
Wer Grundlegendes in dem Alter noch nicht kapiert hat, wird es nie verstehen.
Er war grad dabei, sich hocherregt zu seinen Kumpels vom Tierrechtschutz umzudrehen mit den Worten “Die da glaubt…”

Ich drehte mich um und ging.

Dieses Scheisspack! Ich hasse militante Vegetarier nicht weniger als militante Natur- und Tierschützer. Die haben einfach nicht begriffen, worum es geht . Sie haben es geschafft mit politisch mehr als unkorrekten Parolen und einer gehörigen Portion Realitätsverlust, den Tierschutz so unpopulär zu machen, wie es geht.

Diese Leute haben bisher mehr Schaden angerichtet, als dass sie etwas erreicht hätten und das werde ich in Zukunft jedem dieser geisteskranken, paranoiden Idioten solang ins Gesicht brüllen, bis sie sich vor Angst und Stress in die Hosen scheißen.

Ich werde diesen Leuten NIEMALS Geld in irgendeine Körperöffnung stecken, damit sie sich mit ihrer schweren Moralkeule noch toller fühlen.

Und heut Abend ess ich ne fette BLUTWURST und saftiges KALBSHIRN zum Abendbrot, ihr Arschlöcher.

Dann komm ich zurück und kotz es euch in den Kragen.

Kommentare

  1. gott bist du gestört…xD

    Trackback by Me 27. März 2009 15:06

  2. Besser gestört als Holocaustleugner.

    Trackback by gahi 27. März 2009 15:15

  3. Mag sein, dass Du evtl. einen ganz miserablen Tag hattest, aber ich gehe davon aus, dass einfach jeder Deiner Tage miserabel ist. Das könnte daran liegen, dass Du dich selbst einfach zu gerne reden hörst, aber nicht zuhören kannst. Vielleicht mangelt es Dir einfach an Beobachtungsgabe oder Du siehst Dich einfach zu gern als Übermensschen an, so dass Du den Unterschied zwischen Tierschutzorganisiation und Drückerkolonne nicht erkennen kannst. Du bist einfach ein Narzist, der ebenso politisch unkorrekt seine Meinung verkündet, wie die, die Du dafür verurteilst. Irgendein Kommentar wird Dir sicherlich zu meinem einfallen, aber sei Dir gewiß, dass ich es psychisch mit einem inneren Schmunzeln abfange oder komplett ignoriere. Trotzdem hoffe ich, dass die Retour sinngemäßer und qualifizierter ist, als das, was Du dem ersten Kommentar gespendet hast. Ich denke, Deine Antwort darauf hast Du selber nicht verstanden, aber es klang für Dich in dem Moment halt schön. Beste Grüße.

    Trackback by cracx 22. Mai 2009 02:49

  4. Offensichtlich hast DU den Kommentar nicht verstanden.

    Auf jeden Fall faszinierend dass nach dieser doch langen Zeit immer noch Leute drauf anspringen.

    Und ich glaube den Unterschied zwischen “Tierschutz”organisationen und Drückerkolonnen kennen wir alle: Drückerkolonnen wollen Geld verdienen.

    Tier”schutz”organisationen (insbesondere Gestalten wie PETA) ihr Ego auf Kosten anderer aufpolieren.

    Beides widerwärtig. Aber Du hast ja sowieso angedeutet, dass Du am Annehmen von Antworten keine Interessen hast.

    Und nur weil Du Deine Beleidigungen politisch korrekter verpackst und Deinem Ggü durch die Blume jegliche Form von Intelligenz absprichst bist Du nicht besser.

    Im Gegenteil.

    Nachtrag:
    Im übrigen halte ich Gestalten, die derart menschverachtend agieren wie PETA nicht dafür prädistiniert für die Rechte von irgendjemand oder -was einzutreten. Sei es Suppenhuhn, Orang Utan oder Gänseblümchen. Und mit ihrer erbärmlichen KZ-Kampagne haben sie ihre Karten offengelegt, schliesslich war ja auch Adolf Vegetarier. Und das ist offensichtlich das einzige was in der kranken PETA-Welt zählt.

    Trackback by Alwin 22. Mai 2009 14:46

  5. Hallo Cracx,
    danke für die Analyse. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich auf Deinen Kommentar antworten soll und eigentlich weiß ich auch nicht warum, denn Du willst ihn ja nicht lesen, wünschst ihn Dir aber trotzdem, damit Du ihn psychisch mit einem inneren Schmunzeln abfangen kannst.
    Ich bin zwar eher ein Freund von Logik, aber gut.
    Da in Deinem Kommentar nicht viel mehr steht als etwas besser formulierte Beleidigungen und er sonst praktisch inhaltsleer ist, könnte ich jetzt natürlich mit besser formulierten Beleidigungen oder etwas Rumgeprolle antworten. Hab ich aber keine Lust drauf, weil das mir a) eh egal ist, b) Du mich eh nicht kennst, c) Dir deswegen auch keine Meinung erlauben kannst und d) weil es mir einfach Scheiß-E-G-A-L ist.

    Ich weiß nur eins: Ich reiß mir seit Wochen (mal wieder) im Namen des Naturschutzes den Arsch für eine bedrohte Vogelart auf, ich hab seit Wochen nicht länger als bis 7 Uhr geschlafen, ich bin heute vor 6 Uhr aufgestanden und – im Namen des Naturschutzes – nicht nur mehrere Kilometer gelaufen und Radgefahren, sondern habe mich von allerhand Parasiten in einem Sumpf auffressen lassen. So sieht nämlich realer Natur/Tierschutz aus: im Schatten der Aufmwerksamkeit, müde, mit Sonnenbrand und brombeerzerkratzter Haut. Und nicht möglichst lautstark mit Transparenten und schockierenden Parolen oder Fotos rumlaufen, damit auch jeder sieht, dass der da – JA, DER DA – auch wirklich was für Tiere tut.

    Kurz: Ich habe es nicht nötig, mir von einem von Euch PETA- oder “Tierschutz”fuzzis, die ihr eh nur am Schreibtisch sitzt und bessere Menschen seid, i-r-g-e-n-d-etwas sagen zu lassen.

    Ich bin sehr froh über das Verbot der KZ-Kampagne der Peta und ich war (negativ) überrascht, dass nach 4 Jahren(!) immernoch geklagt wird, um eine moralisch absolut fragwürdige Kampagne publizieren zu können. Aber so ist das halt, wenn man sich auf der moralisch richtigen Seite sieht: da kann man schon mal über Leichen gehen.

    Trackback by gahi 22. Mai 2009 15:26

  6. Durchaus lese ich die Antworten. Ohne ein Feedback ziehe ich nicht von dannen. Nur so kann man sich verbessern. Eure Antworten fördern sogar mein Verständnis für die Ausdrucksweise des obigen Artikels ein wenig, vor allem, weil diese Antworten erklärend und relativ sachlich sind. Des Weiteren spreche ich niemandem Intelligenz zu oder ab. Ich habe mich geäußert, zu dem subjektiven Eindruck, den der Verfasser des Artikels bei mir hinterlassen hat. Das muss nicht intelligent sein – wer vermag das zu beurteilen? Eine Aussage konstruiert aber einen Eindruck, den ich ebenso politisch unkorrekt zum Besten gegeben habe, wie der Verfasser. Provokation ruft fast immer eine Reaktion hervor, die ebenso provokativ sein kann. Insgesamt kann das sehr Konstruktiv sein. Zumindest bietet es nun eine Grundlage zur Diskussion und trägt zum Verständnis des Artikels und somit auch zum Verständnis für den Verfasser bei. Und Du wolltest ja Meinungen zu Deinem Artikel, denn sonst gäbe es nicht die Möglichkeit, hier einen Kommentar zu hinterlassen. Meine Erfahrung ist die, dass wenn man schreibt, dass einen die Antworten nicht interessieren, sich die Verfasser wesentlich mehr Mühe geben mit Ihren Antworten oder man kann sich einfach verzischen, wenn man in ein Wespennest gestochen hat. (=
    Was die PETA und ähnliche Organisationen angeht, glaube ich, dass man gar nicht so viel Blutwurst und Kalbshirn essen kann, was man denen am liebsten in den Kragen kotzen möchte….

    Trackback by cracx 22. Mai 2009 16:14

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