Paradigmenwechsel
Meine Lieblingssendung ist ja dctp-Nachtclub. Kommt meistens abends spät und gerade auf Sat1. Zu Gast war der ehrenwerte Christoph Schlingensief. Nun, über den bild ich mir jetzt nicht erst gross ne Meinung. Aber über das pseudophilosophische, sinnfreie Rumgeschwätz des Interviewers.
Hach, was der schon alles für leere Hülsen gedroschen hat. Da müsst der glatt nen Bambi für kriegen, das nen wundpolierten Arsch mit Bambusrohreinlage hat, aus dem hin und wieder Scheisskügelchen, aber versilbert, plöppen. Für jede hohle Phrase eins. Plöpp…plöpp. Das könnt der dann – mal sehn – vllt. nach Afrika stellen, fernab von Korruption, Bürgerkrieg, Waffen – und Menschenhandel (Haaaha! Vielleicht doch besser wohin, wo noch Platz ist) und das würde sich dann pro Phrase immer näher an den Weltfrieden und die Lösung all unserer Probleme scheissen.
Wie auch immer.
Dctp hat ja nicht nur diesen feschen Moderator, sondern auch ebenso fesche Gäste. Da kommts dann (wie eben) zu Konfrontationen a la : “…das ist das Goldene Kalb.” – “Ja, eine Zahlenreihe.” – “Jaja…ja.”
Gut, dass das mal jemand so unverblümt ausgesprochen hat!
Gespickt mit herrlichen Graphiken, je hingeworfener, skizzenhafter, ja krakeliger – desto besser!, auf denen man in der Schnelle ja eh nichts erkennt, aber ach! unsere so stressige, oberflächliche Welt; wer lebt denn noch intensiv genug, um jenes flüchtig hingezeichnete Werk eines – endlich einmal! – verknüpft denkenden Wesens zu erfassen, zu verstehen, umzusetzen! Ja, da müssen’s schon zwei kollidierende Galaxien sein, egal obs um Perserzucht geht oder um diese geistreiche Erfindung jenes Herrn C. Schl.sief. Der Animatograph! Mit Hitler, mit Mundharmonika, wer hat sowas je gesehen! Oder auch bloss verstanden…
Dem bleibt nur hinzuzufügen, was ich einmal als Titelzeile auf der Zeitschrift “Licht – Das Magazin für Wissenschaft und Geistigkeit” gelesen habe:
Die Geburt eines neuen Paradigmas

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