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Die Mühlen des Amtsschimmels

Bloged in Allgemein, Kind&Kegel von Gahi Mittwoch September 1, 2010

In Deutschland ein Kind zur Welt zu bringen, ist gar nicht so ohne. Man wird von allen Seiten unterstützt, dass man sich in der Schwangerschaft nicht überlastet und nach der Geburt möglichst lange (am besten für immer) Heim und Herd hütet, damit es dem Nachwuchs an nichts fehle. Dafür gibt es zeitweise Geld, ordentlich politische Propaganda und, für später dann, keine Betreuungsplätze.

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Ah, schaut mich an!

Bloged in Allgemein, Kind&Kegel von Gahi Freitag August 27, 2010

Ich bin zwar nicht der Mann, der alles kann – aber schwanger. Und das ist in einer Gesellschaft mit sinkenden Geburtenraten und Erstgebärenden ab 35 schon mal ein Grund zu starren. Seit sich meine Kugel abgezeichnet hat, wurde ich angestarrt. Meistens unverhohlen, vor allem im Schwimmbad. Am häufigsten sind immer die Typen geschockt, die ich gerade noch beim Schwimmen abgehängt hab. Das ist für viele Männer jüngeren und mittleren Alters ein direkter Angriff auf den Stolz, vor allem wenn es von einer Frau kommt. Wenn es von einer hochschwangeren Frau kommt, ist das Ganze noch kritischer.

Ich empfinde das als durchaus unhöflich, wenn Leute, wie heute morgen, NUR auf meine Kugel starren, sekundenlang, minutenlang, nicht bemerkend, dass ich sie die ganze Zeit beobachte. Bis sich irgendwann unsere Blicke treffen: in ihrem steht eine Fassungslosigkeit, die sie so schnell nicht verbergen können (ich hab sie ja schon eine Weile im Blick gehabt) und in meinem steht Provokation. Ich hätte vieles für möglich gehalten. Aber nicht, dass man mit einer Schwangerschaft provozieren kann.

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Bild im Spiegel – wie die Schweinegrippe uns alle verändert

Bloged in Allgemein von Gahi Dienstag November 10, 2009

Dass die Spiegel-Redaktion vor einiger Zeit Zuwachs durch Buchstabenakrobaten (Journalisten will ich es nicht nennen) von der Bild bekommen hat, ist keine Neuigkeit. Dass die Artikel des Spiegels ganz gewaltig nachgelassen haben, auch nicht. Ich wollte mich schon lange mal über die schlechten Recherchen, Formulierungen und Bumsfallera-Schlagzeilen auskotzen. Am liebsten mag ich „immer wieder“ oder „immer häufiger“, auch „immer weniger“. Besser kann man gar nicht belegen, dass man schlampig recherchiert hat, denn es drängt sich sofort die Frage nach der Quelle und greifbaren Fakten auf. Ein „Immer mehr Ärzte machen disundis.“ hat soviel konkrete Aussagekraft wie der Wetterbericht für über-übernächste Woche. Aber damit nicht genug. Mit der Schweinegrippe schießt der Spiegel den Vogel ab (und ich mag Vögel).
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Der Wolf rudert zurück

Bloged in Allgemein von Gahi Freitag Oktober 23, 2009

Offenbar tritt Jack Wolfskin in der Geschichte der Abmahnungen ein Stückchen zurück. Der Geschäftsführer Manfred Hell hatte schon vorgestern mit dem Werbeblogger Kontakt aufgenommen und es sieht so aus, als seien die Bluthunde zurückgepfiffen worden.

Eben gab es eine Pressemitteilung von Jack Wolfskin:

Jack Wolfskin reagiert auf Kritik beim Vorgehen zum Markenschutz
Idstein, 23. Oktober 2009 –

Die zum Teil heftigen Reaktionen im Internet auf das Vorgehen von Jack Wolfskin in Fällen von Markenrechtsverletzungen führen zu einem Einlenken des Unternehmens. Gegen die zehn Anbieter, die Produkte mit Tatzen-Design auf der Plattform DaWanda.de verkauft hatten und daraufhin von Jack Wolfskin abgemahnt wurden, werden keine weiteren rechtlichen Schritte mehr verfolgt.
„Der Schutz unserer Marke hat für uns oberste Priorität“, sagt Manfred Hell, Geschäftsführer von Jack Wolfskin. „Wir sind immer bemüht, mit Augenmaß und nur dort vorzugehen, wo wir unsere Schutzrechte wirklich gefährdet sehen. Die zum Teil heftige Kritik unserer Kunden in den aktuellen Fällen der DaWanda- Anbieter nehmen wir ernst und zum Anlass, unser Vorgehen kritisch zu hinterfragen. Dies bedeutet, dass wir mit dem Entfernen der betroffenen Produkte von der Internetplattform die Fälle als erledigt ansehen, keine weiteren rechtlichen Schritte verfolgen und den Anbietern die vor allem kritisierten Kosten erlassen.“
Darüber hinaus wird Jack Wolfskin sein Vorgehen in Fällen von kleingewerblichen Angeboten verändern. Hier wird das Unternehmen in Zukunft zunächst auf anwaltliche Schritte verzichten und selbst Kontakt aufnehmen. Kommt es zu einer Einigung, sollen Kosten möglichst ganz vermieden werden. Anwaltliche Hilfe soll in Zukunft erst ein letzter Schritt sein. Weiterhin sagt Manfred Hell: „An der großen Emotionalität, mit der die Debatte geführt wurde, sehen wir, wie hoch die Erwartungshaltung an uns ist. Dem wollen wir gerecht werden. Wir haben uns der Kritik gestellt, unser Vorgehen kritisch durchleuchtet und werden in Zukunft sensibler agieren.“

Das klingt doch schon mal ganz gut. Hoffentlich haben die Betroffenen nächste Woche ein entsprechendes Schreiben im Briefkasten.

Dann kann sich der Werbeblogger noch ein bißchen mehr als Heilsbringer selbst beweihräuchern (sorry, der musste sein. Was für ein blasierter Affe!)

Jack Wolfskin stellt sich hinter Abmahnungen

Bloged in Allgemein von Gahi Donnerstag Oktober 22, 2009

Nachdem bis jetzt knapp 10 Dawanda-Bastlern hochpreisig abgemahnt wurden, brauste eine Solidaritätswelle auf, die zum Einrichten von Spendenkonto führte, der Planung einer Petition, Verkauf von Anti-Wolfskin-Buttons und dem generellen Gefühl, das niemand mehr irgendwie Jack Wolfskin-Produkte kaufen will. Die Willkür und Verhältnislosigkeit sucht ihresgleichen. (weiterlesen…)

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