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	<title>Mekkaekke &#187; Konsumhölle</title>
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	<description>Willkommen zur ultimativen Mekka Ekke!</description>
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		<title>Geschenke-Such-Fluch</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Dec 2010 16:12:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gahi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Konsumhölle]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt Tage, an denen man eine eigentlich triviale Besorgung in der Stadt machen will, aber wie mit einem Fluch belegt einfach nicht das Passende findet. Wenn man zum Beispiel eine weiße Bluse sucht, die Trendfarbe des Sommers aber safrangelb oder die des Herbstes beere ist, dann ist nichts zu machen. Oder wenn man im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class='fb-like'><iframe src='http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http://www.gahi.de/mekkaekke/2010/12/geschenke-such-fluch/&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light' scrolling='no' frameborder='0' allowTransparency='true' style='border:none; overflow:hidden; width:450px; height:65px'></iframe></p><p>Es gibt Tage, an denen man eine eigentlich triviale Besorgung in der Stadt machen will, aber wie mit einem Fluch belegt einfach nicht das Passende findet. Wenn man zum Beispiel eine weiße Bluse sucht, die Trendfarbe des Sommers aber <em>safrangelb</em> oder die des Herbstes <em>beere</em> ist, dann ist nichts zu machen. Oder wenn man im Frühjahr, schwanger, nach einer Jacke Ausschau hält, weil die Tage und Nächte noch grimmig kalt sind &#8211; und nass obendrein. Es gibt aber in den zwei erschwinglichen Umstandsmodemöglichkeiten in Köln gerade keine Jacken, weil im Frühjahr ja die Sommermode verkauft wird &#8211; und wer braucht im Sommer schon eine Jacke? Das ist wie früher in der DDR, als man 3 Monate nach Bananen anstand, um dann Schuhcreme zu bekommen, aber nur braune, denn die schwarze wurde an den Westen verschachert.</p>
<p>So einen Tag hatte ich heute.<span id="more-180"></span></p>
<p>Ich wollte Weihnachtsgeschenke einkaufen. Mittlerweile hat sich eingeschliffen, dass ich Weihnachtsgeschenke bei einem großen Online-Anbieter bestelle, der den Namen eines der größten Flüsse der Erde trägt. Die Geschenke lasse ich direkt zu meinen Eltern ins schöne Erzgebirge schicken, denn dort steht der Weihnachtsbaum. Dann brauchen wir mit dem üblichen Gepäck nicht noch die Geschenke schleppen, die eh nicht für uns sind und alles ist gut. Da man aber nicht will, dass die Innenstädte weiter verarmen, war ich hochmotiviert, noch einige Geschenke in ebendieser zu besorgen. So steckte ich meine Tochter in ihren roten Overall und diesen wiederum ins Tragetuch und machte mich frohgemut auf den Weg. Ich brauchte: eine bestimmte Tasse für meine Stieftochter vom Weihnachtsmarkt, eine Schmuckdose für sie, einen Bademantel für meinen Gatten, einen Film für meine Schwester und einen Zauberstab mit Flitter für meine Nichte.</p>
<p>Meine Nichte ist vier und hat gerade diese Prinzessinnen-Phase. Als Alternative zum Zauberstab hätte ich ihr auch ein Prinzessinnenkleid aus Gold nähen können, aber ich hielt den Zauberstab für die Zeit schonendere Variante, da den Mädchen ja an jeder Ecke eingetrichtert wird, sie müßten eine Prinzessin, oder besser noch eine Lillifee sein. Inklusive Krone und &#8211; tadaa &#8211; Zauberstab. Ich schätzte die Geschenke-Besorgung also als leicht zu lösende Aufgabe ein &#8211; ein durch und durch naiver Gedanke.</p>
<p>Ich startete auf dem Weihnachtsmarkt und bekam auch gleich die gewünschte Tasse. Ein guter Start also, den ich mir mit ein paar Poffertjes versüßen wollte. Da ich mich zu Geschäftsbeginn auf den Weg gemacht hatte, mußte ich eine Weile auf meine Poffertjes warten, während die Verkäuferin meine Tochter anschäkerte. Ich fand im Nachhinein, dass diese paar Mini-Teig-Dingerchen nie im Leben 3 Euro wert wären, auch wenn sie lecker waren. Abzocke vom feinsten. Ich zog weiter zum Karstadt, wo ich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen wollte: Im Dachgeschoß den Film besorgen, dann einen Bademantel und mit etwas Glück noch einen Zauberstab bei den Spielwaren. Ich betrat die wohlige Wärme des Kaufhauses und mein staunendes Baby wurde mit mehreren herzerweichten Lächeln bedacht. Bei den DVDs angekommen durchsuchte ich die Neuheiten, fand den gewünschten Film &#8220;Lourdes&#8221; aber beim besten Willen nicht. Dafür aber &#8220;Flackernden Feuerschein&#8221; in mehreren Varianten, hundertfacher Ausführung, in HD und mit Super-Sound (das ist <em>kein</em> Scherz!). Kleiner Rückschlag, aber was solls: auf zu den Bademänteln. Nie hätte ich gedacht, dass es eine Herausforderung sein kann, einen Bademantel zu besorgen. Aber wenn man nicht gewillt ist 99,00 (billigster)- 179,00 (teuerster) Euro auszugeben, ist es eine schiere Unmöglichkeit. Unglaublich! Wer bitte gibt 200 Euro für einen Bademantel aus??? Das ist auch bloß ein verdammtes Handtuch mit Ärmeln!</p>
<p>Letzte Hoffnung: Spielwarenabteilung. Nachdem ich zuerst suchte, fragte ich: <em>Entschuldigen Sie, haben Sie Zauberstäbe? Am besten so mit Flitter, der rieselt? </em>Die unmotivierte Angesprochene führte mich zu den einzigen Zauberstäben: von Barbie, mit Sternchen und kurzem Gedudel und Geblinker wenn man einen kleinen Knopf drückt. Sie murmelte, andere gäbe es erst wieder zu Karnevall. Blöde Sache: meine Schwester hatte ausdrücklich einen Zauberstab ohne Batterie verlangt und ich wußte genau, dass wenn ich ihr Barbie ins Haus schleppte, sie sich bei der nächsten Gelegenheit mit einem furchtbaren Krach-Spielzeug rächen würde, so einens, das Kinder lieben und den Eltern einen Nervenzusammenbruch beschert. Also verließ ich dieses große Kaufhaus unverrichteter Dinge und tauchte wieder ein in die frostige Kölner Weihnachts-Glitzerwelt.</p>
<p>Ich wollte mich zum einzigen Spielwarenladen der Innenstadt aufmachen und streifte dabei noch Ortloff &#8211; diesen besseren Schreibwarenladen &#8211; in der Hoffnung ein Schmuckkästchen zu finden. Aber es gab nur Weihnachts-Kitsch. Im Spielwarenladen sah ich dann einen Lillifee-Zauberstab, der aber ohne Flitter war. Ich fragte nach Zauberstäben mit Flitter, doch die gab es leider nicht <em>mehr</em>. Auf die Frage, ob die noch einmal geliefert würden, erhielt ich die Antwort: <em>Ja, sicher &#8211; zu Karneval gibt&#8217;s die wieder.</em> Na toll. Im Untergeschoß wurden noch Harry-Potter-Zauberstäbe angeboten, doch ich war nicht bereit für jenen von Dumbledore 39,99 € zu zahlen.<em> </em>Dieser Preis ist ja wohl nur gerechtfertigt, wenn man damit tatsächlich zaubern kann. Oder aber wenn es nicht nur ein Plastik-Stab ist, sondern gleichzeitig noch eine Fernbedienung und elektrische Zahnbürste. Unverschämtheit (mal wieder).</p>
<p>Also machte ich mich wieder auf den Weg und die Stadt war schon spürbar voller. Unglaublich, wie viele Leute Montag vormittag gar nicht arbeiten müssen. Ich lief die Schildergasse hinunter in Richtung Heumarkt, mit dem Baby im Tragetuch wurde mir langsam warm. Schnell sprang ich noch in der Mayer&#8217;sche Buchhandlung, denn sie haben dort auch ein paar Spielsachen und neben Hörbüchern auch DVDs. Dort drinnen war auch ganz schön geheizt und einige Leute schauten interessiert mein Baby an, oder wollten die blauen Augen bewundern. Zauberstäbe gabs nicht, wenn auch die Prinzessinenecke unglaublich gut ausgebaut war. DVDs gabs auch nicht, das war wohl eine andere Filiale. Dafür gab es Schmuckkästchen, wie auch im Spielzeugladen eben von Haba, doch das Design ist für meine Stieftochter eigentlich doch ein bißchen zu <em>babyhaft</em>.</p>
<p>Also weiter die Schildergasse hinunter und kurz in Butler&#8217;s eingetaucht &#8211; für ein Schmuckkästschen. Aber außer Leuten, die sinnlos im Weg rumstanden gab es auch dort nichts. Doch: einen schrottigen Mini-Einkaufswagen, der wohl Deko sein sollte und über den ich drüberstolperte. Aber statt mir zu helfen und das Ding für mich aufzuheben (bücken ist mit Kind im Tragetuch eben nicht so leicht), haben alle nur mein Baby angeschaut. Weiter, die Schildergasse wieder zurück und in einen Deko-Laden, denn dort wird es ja nun hoffentlich endlich ein Schmuckkästchen geben. Irrtum, es gab nur Glitzer-Weihnachtskitsch, der sogar für&#8217;s Schrottwichteln zu hässlich gewesen wär. Außerdem gafften alle Leute auf mein Baby und die da gerade eben, die hatte mir zwar die Tür aufgehalten, aber hatte die nicht eben total neidisch auf mein Töchterchen geschaut?</p>
<p>Ich war alle, aber einen letzten Versuch wagte ich noch: Endstation Galeria Kaufhof. Im Dachgeschoß mit Saturn für DVDs, im Mittelgeschoß mit Spielwarenabteilung. Bombastisch. Den Fall Bademantel hatte ich schon zu den Akten gelegt. Ich betrat das Kaufhaus und bekam direkt die Krise: Warum zur Hölle sind Kaufhäuser eigentlich immer so endlos überheizt? Außerdem sind überall Leute und <em>ALLE STARREN MEIN BABY AN!</em> Ich fuhr ins Dachgeschoß und mußte erst einmal durch den kompletten Saturn latschen, um die DVD-Abteilung zu finden. Ich suchte und suchte &#8211; diesen Film fand ich nicht und auch keinen Angestellten zum Fragen. Zum Glück gab&#8217;s aber einen Infostand und da standen nur 2 Leute vor mir in der Schlange. Der erste war allerdings ein schrulliger Opa, der irgendeinen schrulligen, ollen Film wollte, oder Kinderpornos, wer weiß das schon so genau. Jedenfalls erklärte der Info-Mann, dieser Film sei nicht aufzutreiben und als der Opa das Feld räumte kam die Dame vor mir dran, die eben noch meine Tochter mit gierigen Blicken angeschaut hatte. Die wollte irgendeine Weihnachts-Rock-CD und der Info-Mann ging mit ihr weg um noch mal zu schauen, dass die CD tatsächlich nicht im Regal stand. Das dauerte. Die fünfeinhalb Kilo im Tragetuch zerrten an meinen Schultern und meine neuen Docs drückten nun auch schon eine Weile. Außerdem war mir richtig warm.</p>
<p>Dann kamen sie zurück und schauten im Computer, ob es die CD tatsächlich nicht gäbe. Es gab sie nicht, aber er las eine Reihe von Titeln vor und die Dame, Marke Öko-Emanze der ganz alternativen Art nickte bedächtig, auch wenn das Richtige nicht dabei war. Der Info-Mann brachte es dabei fertig, jeden Christmas-Titel als &#8220;Ix-Mäs&#8221; vorzulesen, aber egal ob <em>Ix-Mäs Rock</em> oder <em>Rocking Ix-Mäs,</em> er fand die richtige CD einfach nicht. Als ihr als nächstes einfiel, sie wolle ja auch eine DVD vom Musical Grease, trat ich von einem Bein auf&#8217;s andere und wurde ungeduldig&#8230;<em>Maaaaney, werd fertich. Dann kannste heimfahren und weiter üben, Kastanien mit Schamlippen aufzupicken, ist uns allen geholfen&#8230;</em></p>
<p>Den Gedanken schien ein anderer Info-Mann zu lesen und beschloß mir zu helfen. Noch während ich mich ihm zuwandte, sah ich im Augenwinkel, dass Info-Mann I seinen Computer-Bildschirm drehte, damit die Kundin mitschauen könnte. Er durchsuchte tatsächlich die Seite der Konkurrenz: Amazon, der Riese bei dem ich aus bürgerlicher Moral nicht bestellen wollte. Fassungslos richtete ich meine Frage an Info-Mann II: <em>Ich suche den Film Lourdes&#8230;</em> Zur Verarbeitung dieser Frage brauchte er so lange, dass ich vorsichtshalber den Filmtitel buchstabiert und ihm versuchte zu helfen: <em>&#8230;wie die französische Stadt&#8230;Madonnas Tochter&#8230;</em> Aber es half nichts. Mit der Gemütlichkeit eines Rollator-Besitzers bewegte er sich zu seinem Computer, suchte und fand nichts. Grandios, auch dieser Weg war umsonst.</p>
<p>Ich schlug mich also durch die Menschenmassen zurück zur Rolltreppe und quetschte mich an der Kasse durch, wo natürlich mal wieder ein paar Vollidioten meinten, direkt vor der Rolltreppe das Mittagsmenü miteinander besprechen zu müssen. Etwas ruppig drängelte ich mich durch, fuhr runter und lief noch einmal quer durchs Kaufhaus zur Spielwarenabteilung. Es gab Schmuckkästchen! Von Haba, aber mittlerweile war mir alles egal. Ich fragte noch schnell nach Zauberstäben. <em>Nein, haben wir nicht &#8211; Kommen die nochmal rein? &#8211; Ja, natürlich! Zu Karneval! </em>HNGH!! Ich hätte  fast in das  pädagogisch korrekte Holzspielzeug gebissen. Das Schmuckkästchen feuert ich in irgendein Regal und stürmte aus dem Laden. Die Innenstadt war mittlerweile so voll wie zur Shopping-Rush-hour am Samstag und mir fiel ein, dass die Schildergasse angeblich die am meisten begangene Fußgängerstraße der Erde war. Zu unrecht.</p>
<p>Nach diesem 2einhalb stündigen, erfolglosen Geschenke-Marathon wollte ich nur noch heim. Die Bahn war überfüllt und ein doofer Mann mittleren Alters beeilte sich, mir einen Sitzplatz wegzunehmen. Als er sich dabei das Bein verknackste, konnte ich natürlich nur noch teuflisch grinsen. Ich schleppte mich von der Haltestelle nach Haus und zu allem Überfluß fand ich natürlich meinen Schlüssel ewig nicht. Schließlich kam ich oben an, warf alles von mir und setzte mich fix und foxi an den Rechner. Auch wenn ich einen Riesen-Hunger hatte, wollte ich das nun erst zuende bringen.</p>
<p>Ich rief den Browser auf und tippte mit letzter Kraft:  <em>a-m-a-z-o-n.d-e</em> &#8230;</p>
<p class='fb-like'><iframe src='http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http://www.gahi.de/mekkaekke/2010/12/geschenke-such-fluch/&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light' scrolling='no' frameborder='0' allowTransparency='true' style='border:none; overflow:hidden; width:450px; height:65px'></iframe></p>]]></content:encoded>
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		<title>Jack Wolfskin nimmt die Pfoten weg</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Oct 2009 16:46:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gahi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Konsumhölle]]></category>

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		<description><![CDATA[Beim Stöbern auf Dawanda habe ich durch Zufall kleine Buttons gefunden, die als Solidaritätsbekundung und zum Sammeln von Spenden für Abmahnopfer auf Dawanda eingestellt waren. Beim Durchlesen des zugehörigen Forumsartikels war ich zugegebenermaßen mehr als geschockt: Abmahner diesmal ist Jack Wolfskin. Ja, genau, dieser Hersteller von Outdoor-Klamotten, der ein besonders naturverbundenes, altlinkes, liberales Image pflegt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class='fb-like'><iframe src='http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http://www.gahi.de/mekkaekke/2009/10/jack-wolfskin-nimmt-die-pfoten-weg/&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light' scrolling='no' frameborder='0' allowTransparency='true' style='border:none; overflow:hidden; width:450px; height:65px'></iframe></p><p>Beim Stöbern auf Dawanda habe ich durch Zufall kleine Buttons gefunden, die als Solidaritätsbekundung und zum Sammeln von Spenden für Abmahnopfer auf Dawanda eingestellt waren. Beim Durchlesen des zugehörigen Forumsartikels war ich zugegebenermaßen mehr als geschockt:</p>
<p>Abmahner diesmal ist Jack Wolfskin. Ja, genau, dieser Hersteller von Outdoor-Klamotten, der ein besonders naturverbundenes, altlinkes, liberales Image pflegt und zum Marktführer aufstieg, so dass jeder zweite Bürohengst in der Großstadt mittlerweile Outdoor-Klamotten trägt, weil man ja auf dem 5minütigem Weg zur Straßenbahn oder dem Auto bei Regen tatsächlich nass werden könnte. Die eifrigen Anwälte dieses Konzerns setzen nun alles daran, dieses mühevoll aufgebaute Image zu zerstören.</p>
<p>Einige Shopbetreiber wurden Anfang Oktober wegen eines Schreibens der Anwälte von JW von Dawanda aufgefordert, sämtliche Artikel, auf denen Tatzen und Pfoten zu sehen sind, aus dem Angebot zu nehmen. Dawanda beendete automatisch die von JW ins Auge gefassten Artikel, um Schlimmerem vorzubeugen. Das hat allerdings nicht viel gebracht, denn kurze Zeit später flatterten Abmahnungen in den Briefkasten der Shopbetreiber. Sie hatten Stoffe, auf die Pfoten gedruckt waren, weiterverarbeitet und da JW das Markenrecht einer Wolfstatze auf Textilien (und auf so ziemlich allen anderen Materialien außer Süßigkeiten (da war Katjes schneller)) hält, hatten sie angeblich die Markenrechte verletzt. Die Tatzen auf den Dawanda-Produkten ähnelten der JW-Tatze überhaupt nicht. Es handelte sich um Hunde-, Katzen- oder Bärentatzen, z.T. auch ohne Krallen.</p>
<p>Der aufbrandende Ärger ist verständlich: Warum werden User einer Bastel/Nähplattform zur Rechenschaft gezogen und nicht etwa die <strong>Hersteller</strong> der Stoffe, Aufnäher, Applikationen oder Buttons? Die Betroffenen geben an, stehts darauf geachtet zu haben, keine Markenrechte zu verletzen. Beim Stoffkauf wurde geprüft, ob der Stoffdesigner das Weiterverarbeiten und den Weiterverkauf gestattet und so fühlten sie sich auf der sicheren Seite. Nur sind kleine Shopbetreiber natürlich willkommenere &#8211; da wehrlosere &#8211; Opfer als große Betriebe, die so einen irrwitzigen Rechtsstreit wirklich bis zur letzten Instanz ausfechten könnten.</p>
<p>Vor Augen führen muss man sich vor allem die Größenordnung des &#8220;Schadens&#8221;, der JW durch die Verwendung von Pfoten zugeführt worden sein soll. Die Kollegin, die die erste Abmahnung bekam, hatte zwei Taschenspiegel mit einem Tatzenstoff bezogen und verkauft. Für 3.90 das Stück. Die eingenommenen 7.80 stehen der Forderung von JW gegenüber: Zu zahlen sind 991 Euro.</p>
<p><a href="http://www.werbeblogger.de/2009/10/17/jack-wolfskin-eroeffnet-den-abmahn-herbst/"><br />
</a></p>
<p><a href="http://www.werbeblogger.de/2009/10/17/jack-wolfskin-eroeffnet-den-abmahn-herbst/">Mehr dazu hier.</a></p>
<p><a href="http://www.werbeblogger.de/2009/10/17/jack-wolfskin-eroeffnet-den-abmahn-herbst/"></a></p>
<p class='fb-like'><iframe src='http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http://www.gahi.de/mekkaekke/2009/10/jack-wolfskin-nimmt-die-pfoten-weg/&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light' scrolling='no' frameborder='0' allowTransparency='true' style='border:none; overflow:hidden; width:450px; height:65px'></iframe></p>]]></content:encoded>
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		<title>Freiland-Freude</title>
		<link>http://www.gahi.de/mekkaekke/2009/05/freiland-freude/</link>
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		<pubDate>Wed, 13 May 2009 14:37:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gahi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Konsumhölle]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach einem absoluten Freiland-Frust-Tag gestern, hatten wir heute bei der Nestersuche endlich Erfolg! Gestern haben wir das Seil ausprobiert und es hat eigentlich ganz gut funktioniert, es ist sehr widerstandsfähig und wenn es sich mal verheddert, verbiegt sich eher das zusammenhaltende Metall, als dass das Seil kaputt gehen würde. Leider haben wir kaum Vögelchen aufschrecken [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class='fb-like'><iframe src='http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http://www.gahi.de/mekkaekke/2009/05/freiland-freude/&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light' scrolling='no' frameborder='0' allowTransparency='true' style='border:none; overflow:hidden; width:450px; height:65px'></iframe></p><p>Nach einem absoluten Freiland-Frust-Tag gestern, hatten wir heute bei der Nestersuche endlich Erfolg!</p>
<p>Gestern haben wir das Seil ausprobiert und es hat eigentlich ganz gut funktioniert, es ist sehr widerstandsfähig und wenn es sich mal verheddert, verbiegt sich eher das zusammenhaltende Metall, als dass das Seil kaputt gehen würde. Leider haben wir kaum Vögelchen aufschrecken können &#8211; möglicherweise brüten sie noch nicht. In einigen Revieren ist die Erstbrut durch den teils starken Regen sicher stark geschädigt worden. Da wir die Anstrengung, so ein langes Seil durch die Vegetation zu schleifen, ernsthaft unterschätzt hatten, waren wir am Ende des gestrigen Tages unglaublich platt &#8211; oder wie der Ökologe zu sagen pflegt: &#8220;waldmatt&#8221;. Noch dazu hatten wir trotz all der Anstregung kein Weibchen zu Gesicht bekommen und waren dementsprechend frustriert.</p>
<p>Heute morgen trafen wir uns jedoch in aller Frische, waren motiviert und legten los. Das Seil ließen wir diesmal in den Packtaschen und nahmen stattdessen nur Ferngläser und Teleskop-Wanderstäbe mit. Wir verlegten uns auf&#8217;s Männchen beobachten. Das war teilweise auch recht erfolgreich, da sie sich gut von meinem Handyklingelton (ein Baumpieper-Gesang, natürlich!) provozieren ließen. Nachdem das erste Männchen sich standhaft weigerte, zu seinem Weibchen zu fliegen und uns damit einen Hinweis auf den Neststandort zu geben, gingen wir zum nächsten Revier.</p>
<p><img class="alignleft" style="float: left;" src="http://gahi.de/baupik.jpg" alt="" width="270" height="193" />Dort flog das Männchen laut singend zwischen 2-3 Singwarten umher. Neben der Hauptsingwarte sah die Bodenvegetation vielversprechend aus, so dass wir das Stück zweimal mit unseren Teleskopstöcken durchsuchten. Zum einen &#8220;drehten&#8221; wir die Vegetation richtiggehend um, zum anderen stießen wir weiter entfernt liegende Büsche kurz an, um ein möglicherweise brütendes Weibchen aufzuschrecken.</p>
<p>Tatsächlich flog direkt vor mir ein kleiner brauner Vogel auf und wir begannen, die Krautschicht intensiv zu durchsuchen &#8211; nichts. Wir wollten gerade aufgeben, da fiel mein Blick auf eine angefressene <em>Calluna</em>-Heide. Darunter: ein verlassenes Baumpieper-Nest. Da im Geisterbusch extensiv beweidet wird, war in dieser Nacht wohl die Ziegenherde im Baumpieperrevier unterwegs. Die Kotspuren direkt neben der Heide waren frisch und es war absolut eindeutig, dass das Vieh die Dachvegetation des Nestes aufgegessen hatte. Da Baumpieper bei der Brut sehr heimlich sind und ihr Nest zum Schutz vor Prädatoren gut unter Heide oder Bultengräsern verstecken, wurde das Nest ohne Sichtschutz nach oben verlassen. <img class="alignright" style="float: right;" src="http://gahi.de/baupi_nest.jpg" alt="" width="256" height="192" /></p>
<p>Es liegt nur 6.50m von der Hauptsingwarte entfernt, der Nesteingang zeigt genau auf den Waldrand. Der Außendurchmesser beträgt 12-13cm, der Innendurchmesser 8cm. Das Weibchen hat für den Bau trockenes feines und grobes Gras verwendet. Am Nestgrund war etwas Moos zu erkennen, außerdem befanden sich alte Blätter von einer Birke und von Adlerfarn im Nest.</p>
<p>Hoffentlich macht das Paar eine Ersatzbrut. Da das Weibchen sich noch im Revier aufhielt, werden wir im Laufe der nächsten Woche noch einmal schauen, ob in der Nähe des verlassenen Nestes ein neues gebaut wird.</p>
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		<title>Ikea-Trauma</title>
		<link>http://www.gahi.de/mekkaekke/2007/01/ikea-trauma/</link>
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		<pubDate>Sun, 28 Jan 2007 21:19:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gahi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Konsumhölle]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt Leute, die alle zwei Wochen zu Ikea fahren, ihren Lebensstil an Ikea-Design anpassen und das als eine Art Lebensgefühl sehen, genau diese biedere &#8220;Wir-versuchen&#8217;s-mal-unkonventionell&#8221;-Masche raushängen lassen, bei der sich mir der Magen umdreht. Ich fahr nicht of zu Ikea und wenn, dann nur zum Möbel kaufen. Ich weiss, was ich will &#8211; geh [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class='fb-like'><iframe src='http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http://www.gahi.de/mekkaekke/2007/01/ikea-trauma/&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light' scrolling='no' frameborder='0' allowTransparency='true' style='border:none; overflow:hidden; width:450px; height:65px'></iframe></p><p>Es gibt Leute, die alle zwei Wochen zu Ikea fahren, ihren Lebensstil an Ikea-Design anpassen und das als eine Art Lebensgefühl sehen, genau diese biedere &#8220;Wir-versuchen&#8217;s-mal-unkonventionell&#8221;-Masche raushängen lassen, bei der sich mir der Magen umdreht.<br />
<span id="more-27"></span><br />
Ich fahr nicht of zu Ikea und wenn, dann nur zum Möbel kaufen. Ich weiss, was ich will &#8211; geh hin und kauf es. Im Idealfall&#8230;Das letzte Mal war ich mit Ma &#038; Pa bei Ikea, als ich gerade nach Bonn gezogen war und in meinem Zimmer nichts stand außer ein eisekalter, farbverkleckster Laminat-Boden, weil die Vormieterin den 2Mark/m²-Teppich noch rausgerissen hatte, um ihn in ihr neues Zimmer zu wurschteln.<br />
Mein letztes Ikea-Erlebnis lag also 4einhalb Jahre zurück und dementsprechend divergierten auch Idealvorstellung (s.o.) und Realität.</p>
<p>Gestern wollten GottAlwin und ich dann endlich mit Kyra los, um sauer verdientes Geld in zwei Kleiderschränke und ein Bücherregal zu investieren &#8211; was <em>eigentlich</em> ja relativ unspektakulär über die Bühne gehen sollte.</p>
<p>Von  Kyras Mama liehen wir einen 3er BMW und düsten los. Wir hatten 3 Stunden eingeplant und Kyra freute sich gewaltig auf das Smaland. Als wir ankamen, war kein einziger Parkplatz zu finden. Obwohl wir alle drei fleissig schauten, konnten wir keine Lücke nahe des Eingangs entdecken und fuhren schlussendlich ins Parkhaus. Nicht so schlimm, nur ein bissl weiter zu laufen. Wir sprangen los und am Smaland wartete das nächste Problem auf uns: Smaland voll. Vor uns eine Schlange Kinder, die nur schrumpfen würde, wenn liebevolle Eltern einen von den kleinen Lucas, Nicolas oder Hermines abholen würden.</p>
<p>Also musste Kyra mit. Ihr fiel dann auch gleich ein, dass sie a) sooo großen Hunger auf einmal hätte, dass wir unbedingt ins Bistro zum Elchgulasch müssten &#8211; und b) wir sofort zur Rutsche im Kinderzimmerabteil müssten. Am besten beides gleichzeitig und sofort. Sie war da weder durch gutes Zureden noch durch Ignorieren davon abzubringen, während GottAlwin und ich zwischen den vielen (einigermassen gleich aussehenden) Ikea-Stühlen jenen zu finden versuchten, der zu den anderen dreien zuhause passte. </p>
<p>Nach 20 Minuten haben wir das dann aufgegeben und sind weiter in Richtung Schlafzimmerabteilung gegangen. Wegen Umbau war auf dem Weg dahin kein einziges Bücherregal zu entdecken. Also hielten wir uns an die Kleiderschränke. Haben uns auch ein paar hübsche Varianten notiert und uns fleissig ausdrucken lassen, welche Teile man dann wie oft im Lager abholen müsste.</p>
<p>In der Kinderabteilung gab es auch hübsche Bettwäsche und wir dachten, wir könnten sowas für Kyra mitnehmen. Groteskerweise war die Bettwäsche für Kinder in den Größen eines normalen Doppelbettes. Da Kyra aber nur halb so groß ist wie zwei Leute, die ein Doppelbett brauchen &#8211; ist ihre Bettdecke auch nur halb so groß. Die Frage nach der richtigen Größe malte ein imaginäres (und trotzdem leuchtendes) Fragezeichen in das Gesicht der Mitarbeiterin.</p>
<p>Kyra und ich gingen &#8220;schon mal vor&#8221;, während GottAlwin versuchte, einen Ausdruck zu ergattern, auf dem Kyras zukünftiger Kleiderschrank im Lagerzeichenformat vermerkt war.<br />
Das dauerte ziemlich lange. Also lernte ich das Interieur des aktuellen Ausstellungsraumes auswendig, während Kyra in einer synthetischen Hamsterröhre für Kleinkinder zu einem synthetischen Iglu-Zelt krabbelte &#8211; hin und zurück &#8211; und immer wieder &#8211; und nicht ohne den Mund zu halten. Das sah von außen etwas befremdlich und spaßig aus, so dass natürlich eine Latte von Kindern sich angestiftet fühlten, dasselbe zu tun. Und während die Kinnings die Einrichtung zerstörten und Synthetik-Kleinkinderröhre und Synthetik-Iglu bis an den Rand der Elastizität ausdehnten, dabei grölten, kreischten und durch den Dreck schlidderten &#8211; verlor ich langsam aber sicher ein wenig meine Nerven. Ich ließ mich auf einem (zugegebenermaßen) bequemen Aufpuste-Wasserblasen-Sitz-Bett (oder was auch immer) nieder und erwartete nicht mehr sehr viel von dem Tag. Mit Weitsprüngen hüpfte der kleine Zeiger auf der Uhr weiter. Dann kam GottAlwin zurück und es konnte weiter gehen.</p>
<p>Wir hatten bis dahin: aufgeschrieben, welche Schränke wir wollten; Kinderbettwäsche, ein Küchenbrett, einen Teppich fürs Kinderzimmer, eine aufgeschwatzte Ikea-Family-Card (4 Artikel ungewollt)</p>
<p>Wir hatten nicht die vermeintlich einfachste Übung: Bücherregal</p>
<p>Es ging weiter zur Warenausgabe. Da muss man natürlich vorher durch diese Räume durch, in denen es ein Haufen Kleinkram für &#8220;nur ein paar Euro&#8221; gibt. Geschirr, Kissen, Teppiche, Decken, Gläser, Deko-Artikel undundund.<br />
Da waren wir natürlich auch nicht gegen gewappnet. Also kam noch ein gestreifter Bademantel für mich mit, eine Muffin-Form, eine Lampe und mehrere Bilderrahmen. Das ging auch anderen Leuten so, es war gerammelt voll und gab mehrere Staus mit gekreuzten Einkaufswagen und allem drum&#038;dran.<br />
Als nächstes kamen diese meterhohen Regale, wo die Möbelteile drin gestapelt waren. Kyra wusste nicht mehr, ob sie im Einkaufswagen stehen oder sitzen sollte und war überhaupt ziemlich zugebaut mit einer Muffinform, einer Lampe und mehreren Bilderrahmen.<br />
Ganz unbedacht luden wir die Möbelteile auf und schoben sie zur Kasse, wo uns noch siedendheiss einfiel, was wir nicht vergessen durften: Knöpfe und Griffe für die Schranktüren. Eigentlich fiel uns das nur ein, weil die an Tempo gewonnene Ladung mit Mühe kurz vor den Knopf-und-Griffe-Regalen zum Stehen gebracht hatten. Gut, also Griffe und Knöpfe. Das Problem waren die unterschiedlichen Größen der Griffe. Und dummerweise waren die Schranktüren natürlich so eingepackt, dass man nicht die Front mit den vorgebohrten Grifflöchern und zugehörigen Abständen sehen konnte.<br />
Also rannte GottAlwin zurück (&#8220;ich komm gleich wieder&#8221;), um einen Informanten von Ikea aufzutreiben. Er fand keinen und so nahmen wir einfach das mit, was uns am schönsten vorkam. (<em>Heute beim Aufbau bemerkten wir, dass man die Löcher selbst in die Schranktüren bohren muss und wir die 15 Minuten Überlegung hätten sparen können&#8230;</em>)</p>
<p>Wir stellten uns an der Kasse an. Das hat hinreichend lange gedauert, um auch noch Kerzen einzupacken (riechen nach Karamellbonbons und Schokokuchen) Zwischenstand: Alle 3 Artikel, die wir kaufen wollten ( Bücherregal noch in den Möbelregalen gefunden) + 9 ungewollte Artikel &#8211; keine schlechte Marketingstrategie. Ein Blick auf die Uhr sagte, dass es langsam knapp würde.<br />
Zwei Teile mussten noch an der automatischen Warenausgabe abgeholt werden, dann nix wie heim. Das war leider nicht ganz so einfach, denn vor der Warenausgabe standen Leute, die schon seit einer Stunde warteten &#8211; und davon nicht gerade wenig. Wegen der langen Wartezeiten wurden Kaffeegutscheine ausgeteilt. Also ging ich mit Kyra ins Bistro nebenan um etwas zu essen und zu trinken zu kaufen. Wirklich, verdammt GUTE Marketingstrategie.</p>
<p>Endlich war alles verstaut und wir würden es sogar pünktlich heim schaffen. Das war dringend, denn Kyra hatte eine Verabredung mit ihrer Mama und einem Kindergartenfreund. Der Tag war schon nicht so ohne gewesen, aber jetzt ging es <strong>richtig</strong> los. Der Wagen mit den Brettern drauf zog total nach rechts, Kyra half mit schieben. Besser gesagt, zog sie auch noch mit nach rechts, was die Sache nicht gerade erleichterte.<br />
Am Auto angekommen ging das Gewuchte los. Es wurde relativ schnell klar, dass ohne größere Umstände die Schränke nicht in das Auto zu bekommen waren. Ratlosigkeit. Wir überlegten. Die Zeit rückte vor. Dann sprang ich los, an der Info nachfragen. Kluger Gedanke: Wir sind bestimmt nicht die Einzigen, denen auf einmal auffällt, dass das Auto kleiner ist als das Gekaufte. Also fragte ich nach Seil und Wimpel um evtl. den Kofferraum festschnüren zu können und wurde zu einer stattlichen Rolle mit Strippe (anders kann mans nicht nennen) geschickt. Als ich damit vor GottAlwin stand, schüttelte der nur den Kopf und begann zu telefonieren.</p>
<p>Zuerst Kyras Mama, dass es da wohl ein Problem gäbe&#8230;und begeistert war sie wirklich nicht. Dann RedImp angerufen, ob der Kombi der Eltern verfügbar wär&#8230; War er nicht. Wir probierten noch einmal zu räumen &#8211; vergeblich. Wir räumten die größten und schwersten Pakete auf einen der zwei Wagen, GottAlwin schob sie zur Packstation um zu erfahren, wieviel eine Anlieferung kosten würde. Dabei kam raus, dass es billiger wäre, in Großraumtaxi zu bestellen und die Dinger damit heimfahren zu lassen. </p>
<p>Aber soweit waren wir noch nicht. </p>
<p>Es wurde Dragan um Hilfe angerufen (der Vater von Kyras bestem Freund Nicola). Er hat kein Auto mehr seit kurzem. Noch einmal die Größe der Pakete begutachtet. Kein neues Ergebnis. Der Kindersitz wurde auf den anderen Sitz bugsiert, die andere Rückbank mal umgeklappt. Aber das längste Paket passte trotzdem nicht vollständig hinein.Dann wurde noch einmal Kyras Mama angerufen. Die Familie, mit deren Sohn Kyra ein Date hatte, hat einen Kombi. Sie wollten gemeinsam zum Ikea kommen und einen Autotausch einleiten. Kyras Mama war ziemlich angefressen &#8211; aber gut. Egal. Die Rettung nahte. Kyra wurde langsam ungeduldig. Also durfte sie auf dem Fahrersitz am Lenkrad rumklettern, was ihre Stimmung enorm steigerte. Während sie am Lenkrad in Erwartung des Dates langsam durchdrehte, schrie, kletterte, hampelte und kreischte (<strong>krisch</strong>), kam ein Anruf: Der Kombi ist kaputt.</p>
<p>Ich sass im Auto neben einer hysterischen 4jährigen und konnte nur noch heulen.<br />
Katastrophe.<br />
Horror.</p>
<p>Nie wieder Ikea.</p>
<p>Nachdem wir mit dem Grübeln über den Transport bald eineinhalb Stunden zugebracht hatten und zu keinem neuen Ergebnis gekommen waren außer: Das Auto ist zu klein für die Möbel. &#8211; rissen wir ungeduldig den Kindersitz raus. Wir wuchteten alles, was ging ins Auto, schnürten es sporadisch irgendwie fest, setzten Kyra in ihren Kindersitz und den Kindersitz auf einen der Möbelwagen. GottAlwin fuhr wie der Teufel nach hause und ich schob Kyra zurück zum Ikea, während wir verstörte Blicke auf uns gerichtet fühlten. Wir sahen auch komisch aus: ich ziemlich aufgelöst, zerzaust von oben bis unten, Kyra teilnahmslos in einem Kindersitz auf einem Möbelwagen. Ich versuchte die Situation mit Smaland zu entschärfen. Kyra kam unter, aber ich hatte noch diesen riesigen Kindersitz dabei. Ich ging zu den Schließfächern, um meine Wohlbefinden nicht stundenlang an einen Kindersitz fesseln zu müssen, aber die Schließfächer waren (natürlich) 5cm zu schmal. Ich ging zurück zum Smaland, ob die den bei sich neben Kyras Sachen abstellen konnten &#8211; aber das durften sie nicht (warum auch immer), ich solle zur Information gehen. An der Information wurde mir in gebrochen Deutsch erklärt, es wär kein Platz mehr. Also setzte ich mich mit dem Kindersitz und ziemlich mieser Laune gegenüber vom Smaland auf eine Couch und wartete.<br />
RedImp wollte mit seiner Prinzessin eigentlich zum Abendessen kommen, aber er war schon informiert, dass es &#8220;etwas später&#8221; werden könnte.</p>
<p>Nach ziemlich genau einer Stunde hörte ich von GottAlwin ein Lebenszeichen. Das war gut, denn ich hätte nach dem Tag schon fast eher mit einem Anruf von der Polizei gerechnet, dass da jemand tödlich verunglückt wär, weil in einer Kurve ein schlecht befestigter Kinderschrank und ein noch schlechter befestigter, großer Kleiderschrank den Fahrer eines 3er BMWs erschlagen hätten.<br />
Aber glücklicherweise wurde kurz bevor GottAlwin wirklich wieder aufkreuzte durchgesagt, die kleine Kyra wolle aus dem Smaland abgeholt werden.</p>
<p>So fuhren wir tödlich erschöpft mit drei Stunden Verspätung nach hause, tranken Kaffee, gingen einkaufen, kochten&#8230;und es wurde trotz des horriblen Tages noch ein entspannter, schöner Abend.</p>
<p>Und heute haben wir den Kram aufgebaut&#8230;.aber das ist eine eigene Geschichte.</p>
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		<item>
		<title>Pannenbahn</title>
		<link>http://www.gahi.de/mekkaekke/2006/07/pannenbahn/</link>
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		<pubDate>Tue, 25 Jul 2006 12:55:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gahi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Konsumhölle]]></category>

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		<description><![CDATA[Zurückerinnernd fing wohl alles mit dieser uns?glichen Werbung der Deutschen Bahn an. Leute warten am Bahnsteig, schauen entnervt auf ihre Uhren und regen sich auf, dass die Bahn eine Minute zu spät kommt. Danach der tolle Slogan, dass die Bahn das pünktlichste Verkehrsmittel Deutschlands sei. Schlechter Witz. Zumal es bei den Reiseplänen der Bahn auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class='fb-like'><iframe src='http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http://www.gahi.de/mekkaekke/2006/07/pannenbahn/&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light' scrolling='no' frameborder='0' allowTransparency='true' style='border:none; overflow:hidden; width:450px; height:65px'></iframe></p><p>Zurückerinnernd fing wohl alles mit dieser uns?glichen Werbung der Deutschen Bahn an. Leute warten am Bahnsteig, schauen entnervt auf ihre Uhren und regen sich auf, dass die Bahn eine Minute zu spät kommt. Danach der tolle Slogan, dass die Bahn das pünktlichste Verkehrsmittel Deutschlands sei. Schlechter Witz. Zumal es bei den Reiseplänen der Bahn auf Umsteigzeiten von 2.3 Minuten ankommt und schon ein minimal verspäteter Zug einen Rattenschwanz an Ärger nach sich ziehen kann.<br />
<span id="more-50"></span><br />
Dann wurden die Tickets an den Schaltern teurer als am Automat, die Schalter schlechter besetzt und die Anzahl der Ticketautomaten nicht erhöht. Tolle Wurst, vor allem die Software, die auf den Dingern drauf ist &#8211; wahnsinnig langsam und störanfällig. Kaum zu gebrauchen für den alltäglichen Ticketkauf (für kompliziertere Reisen oder Sonderwünsche muss man sich dann eh eine halbe Stunde anstellen) Allein diese zeitaufwändige Ja-Nein-Antworterei. Wollen Sie von diesem Bahnhof starten oder von einem anderen. Reisen Sie erster Klasse oder zweiter Klasse? (Also echt: Welcher Erste-Klasse-Yuppie kauft denn bitte seine Fahrkarten am TICKETAUTOMATEN???) Fragen über Fragen, janeinvielleicht, dankeschön und beim Ausdruck der Fahrkarte und der Quittung ist direkt noch irgendeine sinnlose Werbung für das Fantasialand (wer Phantasie mit F schreibt, hat keine!) oder Heidepark Soltau dabei.<br />
Der Ausdruck der Werbung ist farbintensiv und dauert natürlich am längsten von allem. Bis man mit dem Ding fertig ist, ist der Zug auch weg &#8211; es sei denn, man plant eine halbe Stunde mehr ein &#8211; und dann kann man sich eben auch genauso gut am Schalter anstellen.</p>
<p>Das Grandiose an den Ticketautomaten ist, dass sie entweder nicht funktionieren oder an der falschen Stelle stehen. Wenn man also am Hintereingang in den Bahnhof geht, weil der Zug auf dem letzten Gleis steht, kann es gut sein, dass man erst zur Haupthalle vorrennen muss, um einen intakten Automaten zu finden.<br />
In der Regionalbahn nach Euskirchen, die wir Duisdorfer nehmen müssen, ist der Ticketautomat seit Monaten defekt! Wirklich seit Monaten &#8211; und er wird nicht gewartet. Das ist jetzt nicht SO schlimm, weil sowieso nie ein Schaffner mitfährt &#8212; aber würde mal ein Kontrolleur auf die Idee kommen, dass zu tun, was sein Job ist &#8211; also kontrollieren &#8211; dann würde es natürlich saures geben. Denn nach Logik der Deutschen Bahn müsste man natürlich aus dem Zug aussteigen (egal, ob er schon fährt oder nicht)<br />
und unter Einsatz seines Lebens und Feierabends zur Haupthalle sprinten, ein Ticket holen und dann wahrscheinlich schlicht den nächsten Zug nehmen. Null problemo, wenns weiter nichts ist!</p>
<p>Weiter ging es mit den alten Regionalbahnen und den Zugtüren. Die Türen sind nicht automatisch, sondern es muss ein Hebel gezogen und die Tür aufgedrückt werden. Dummerweise klemmten die Türen eine nicht unerhebliche Zeit lang. Sie waren schwer aufzubekommen. Auch dann nicht, wenn sich ausgewachsene Männer mit ihrem ganzen Körpergewicht gegen sie geworfen haben. Das führte zu den unheimlich lustigen Situationen, dass die Fahrgäste auf dem Bahnsteig und innerhalb des ZUges an der selben Tür hingen, mit vollem Körpereinsatz zogen und drückten und irgendwann lustiglich durch die Gegend purzelten, als sich die Tür entschloss, doch nachzugeben. Schliesslich ist die Bahn die Klügere. </p>
<p>Schliesslich gaben schon die Zugführer erheiternde Ansagen zum Besten &#8211; sie verstanden die mangelnde Wartung auch nicht, entschuldigten sich und bekamen trotzdem den Ärger der Fahrgäste zu spüren. Irgendwann wurden die Türen dann repariert und mit Aufklebern versehen, dass die Türen nicht zu öffnen sind, bevor der Zug steht &#8211; jetzt wo man sie öffnen kann. Das war im Frühjahr, als die Türen wieder öffneten. Mittlerweile vrschlechtert sich die Situation diesbezüglich wieder.</p>
<p>Die absolute Krone allerdings setzt sich die Bahn jetzt auf. Wenn man auf die Abfahrtstafeln schaut, sind sie überzogen von der gelben Schrift, die Verspätungen ankündigt. Dabei sind 25 Minuten der absolute Glücksfall. Triebwerksschäden hört man bei jeder zweiten Verspätung. Die andere Ursache sind Verzögerungen im Betriebsablauf. Letztere undefinierbare Ursache hat jetzt sicherlich den &#8220;Personenschaden&#8221; abgelöst. Der hatte vermutlich immer so viel Ärger bei den Passagieren ausgelöst, dass sich die Deutsche Bahn nicht mehr traut, das durchzusagen. Ich hatte mich auch aufgeregt.  Wenn die sich unbedingt beseitigen müssen &#8211; bitteschön. Aber nicht doch so, dass dabei noch andere mit reingezogen müssen &#8211; Kinder Leichenteile beschauen dürfen, weil der Zug ja erstmal geräumt wird und arme geplagte Arbeite und Studenten nicht nach Hause kommen.</p>
<p>In den Genuss des Triebwerkschadens kam ich vor kurzem auch. Meine Mission war schlicht von Bonn nach Köln-Süd zu gelangen &#8211; normaler Zeitaufwand: 23 Minuten. Jaa, da hat man die Rechnung aber nicht mit der Bahn gemacht! Kurz vor Brühl kam die Durchsage, dass wir wohl noch vor dem Bahnhof zum Stehen kommen. Die Lok wär wohl abgestürzt, die Elektronik hat Samba getanzt und der Zugführer versuchte, die Sache mit Humor zu nehmen. Irgendwie hat er den Zug in den Bahnhof bugsiert und eine Weile an der Elektronik rumgefummelt. Er machte eine entnervte Durchsage, er wisse nicht, wie es weitergehen solle &#8211; die Raucher könnten ruhig erstmal eine Rauchpause machen &#8211; unbesorgt &#8211; wir würden nicht ohne sie starten. Kurze Zeit später ein freudiger Aufschrei: &#8220;Ich fasses nicht, die Lok geht wieder!&#8221; Der Tüp hätte Alleinunterhalter werden sollen &#8211; trotz der widrigen Umstände war die Stimmung heiter. Der Zug fuhr an und keine 100m hinter Brühl versagte sie wieder ihren Dienst. Die lakonische Bemerkung des Lokführers: &#8220;Nun ist alles kaputt, aber zum Glück stehen wir an einem Gefälle. Wir können ohne Probleme rückwärts in den Bahnhof zurückrollen.&#8221; </p>
<p>ZurückROLLEN??? </p>
<p>Deutsche Wertarbeit, bei dieser Technik weiss man doch, was man hat! Die geschichte war damit nicht beendet. Alle durften aussteigen und in die folgende Bahn einsteigen. Die war im Feierabendverkehr eh schon ?berf?llt, aber ohne Klimaanlage bei 35?C Aussentemperatur &#8211; da gibt man als Deutsche Bahn doch nicht auf! Da kann ruhig noch ein kompletter, überfüllter Feierabendzug in den kochenden, überfüllten Feierabendzug dazusteigen! Wär doch gelacht! Ich kam schliesslich wirklich in Köln an, mit gegrilltem Gehirn und knusprigen Haxn. Zeitaufwand: 2 Stunden.</p>
<p>Nur eineinhalb Stunden hat die Fahrt gedauert, als der Zug mit Triebwerkschaden eine Woche später schon vor Bonn ausfiel und wir aufgefordert wurden, in die Strassenbahn umzusteigen. Ich dachte: Momentemal, da müsste doch in 10 Minuten noch ein Zug kommen. Schlechte Karten, Auf den Zug, der ersatzlos ausfiel, folgten nur Züge, die mindestens 50 Minuten Verspätung hatten. Dass die Strassenbahn heiss war, dort zwei Feierabendzüge in 4 Wagen (!!!) saßen und ich die kompletten 80 Minuten der Fahrt neben einer dicken Frau stehen (!) durfte, die ständig ihren Popo an meine Beine klatschte, war der absolute Höhepunkt des Tages.</p>
<p>Den Vogel schoss die Bahn aber am Samstag ab. Der Zug, den Alwin nach Bonn nehmen wollte, fiel ersatzlos aus, so dass er ein Weilchen auf den nächsten warten durfte. Abends waren wir noch mit den Avalon-leuten ein Bierchen trinken und wollten um 2.31 den Zug nach  Köln nehmen. Der kam aber nicht. Irgendwann dafür die Durchsage: Der Zug kommt einige Minuten später. Ach! Als er dann kam, ging im Zug das Licht aus. Es gab mal wieder Probleme mit dem Triebwagen  und irgenwann um 3.15 kam die Durchsage, dass der Zug nicht mehr fährt. Man solle den Zug um 3,31 nehmen. Logisch, wenn man schon ne dreviertel Stunde gewartet hat, kann man ja auch problemlos noch 15 Minuten zusätzlich warten. Auch wenn sich die Dämmerung schon zart ankündigt. Wir warteten also und waren unsicher &#8211; vielleicht sollten wir doch lieber den Bus nach Duisdorf nehmen. Klugerweise sagt die Bahn die Verspätungshinweise erst dann durch, wenn es zu spät ist, auf Alternativen umzusteigen. So auch diesmal. Um 3.28 kam die Durchsage, der Zug hätte winzige 20 Minuten Verspätung. Wir rannten zum Nachtbus. Als wir dann zuhause waren kam eine Sms von RedImp. Der Zug wäre gerade losgefahren. </p>
<p>Mit einer halben Stunde Verspätung.</p>
<p>Heute ging es weiter. Der Zug, den ich nehmen wollte, kam 30 Minuten später. Am Bahnsteig war die ganze Zeit ein Ic angeschlagen, der 17.44 hätte fahren sollen. Um 20:00 war er immer noch nicht da.<br />
Dann bin ich mal gespannt, ob ich morgen rechtzeitig zur Arbeit komme&#8230;</p>
<p class='fb-like'><iframe src='http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http://www.gahi.de/mekkaekke/2006/07/pannenbahn/&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light' scrolling='no' frameborder='0' allowTransparency='true' style='border:none; overflow:hidden; width:450px; height:65px'></iframe></p>]]></content:encoded>
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		<title>Konsumterror</title>
		<link>http://www.gahi.de/mekkaekke/2006/03/konsumterror/</link>
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		<pubDate>Wed, 29 Mar 2006 08:26:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gahi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Konsumhölle]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist nun Ende März und ich habe heute den ersten Spargel im Supermarkt gesehen. Das ist nichts sooo Ungewöhnliches, blickt man auf die letzten Monate Konsumterrors zurück&#8230;in einem sich jahreszeitlich stets wiederholendem Ablauf. Im September beginnt meist der Verkauf von Weihnachtsutensilien. Da ist es noch 3 Monate hin und es kratzt keine Sau, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class='fb-like'><iframe src='http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http://www.gahi.de/mekkaekke/2006/03/konsumterror/&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light' scrolling='no' frameborder='0' allowTransparency='true' style='border:none; overflow:hidden; width:450px; height:65px'></iframe></p><p>Es ist nun Ende März und ich habe heute den ersten Spargel im Supermarkt gesehen. Das ist nichts sooo Ungewöhnliches, blickt man auf die letzten Monate Konsumterrors zurück&#8230;in einem sich jahreszeitlich stets wiederholendem Ablauf.<br />
<span id="more-34"></span><br />
Im September beginnt meist der Verkauf von Weihnachtsutensilien. Da ist es noch 3 Monate hin und es kratzt keine Sau, dass der Christstollen das in Windeln gewickelte Christkind darstellt und erst Weihnachten angeschnitten werden darf. Nein. Die Macht des Geldes macht, dass es original Dresdner Christstollen für den Otto-Normal-Yuppie schon ab September zu verspeisen gibt.</p>
<p>Anfang Dezember wird nochmal fett aufgedreht und die Last-Minute-Weihnachtsgeschenke-Werbungen beginnen.Wer bis JETZT immer noch nichts gefunden hat, kann ja gern die einfallslosen, unpersönlichen Krawatten/Ohrringe/Deo/Uhren wasauchimmer, hauptsache schön teuer (viel hilft viel), besorgen. Bitte schnell, bitte gleich.</p>
<p>Hat man Weihnachten überstanden, geht&#8217;s direkt weiter. Am Tag der Heiligen drei Könige werden die ersten Primeln rausgeräumt und der Frühlingsmarathon beginnt. Ab Mitte Februar gibt es dann frische Erdbeeren zu kaufen, Primeln, Stiefmütterchen und Narzissen überblühen sich über MOnate hinweg gegenseitig und irgendwann zwischen Januar und Februar sind die übriggebliebenen Schokoweihnachtsmänner in Schokoosterhasen und Schokoeier umgeschmolzen. In Bastelzeitungen beginnt der endlose Kampf zwischen bemalten Ostereiern, Pappmacheeosterhasen und Osternestern aus Plastikgras und so langsam wird nebenbei schon mal die Spargelzeit angeworben.</p>
<p>Ausserdem wirbt ein gar nicht mehr biologisch gesund und frisch aussehender Kai Pflaume bei Plus für biologisch gesunden und frischen Tiefkühlfrass und auf RTL werden jung, gesund und frisch geschminkte Flachpfeifen zu Superstars gekührt. Da gibt es CDs, Zeitschriften, Kalender und alles davon muss man haben, am besten in doppelter Ausführung und auch direkt für die Freunde vorbestellt. Anrufen für seinen Superstar muss man natürlich auch. Einige von denen konnten wirklich nen deut singen, egal, was zählt ist die Vermarktungsmaschinerie, und die läuft.</p>
<p>Nun ist März, der erste spanische Spargel liegt auf dem Tisch und Kochzeitschriften für Hausfrauenuschis übertreffen sich mit exotischen Spargel-Rezepten. Auch mal mit Reibekuchen und Remoulade! Sowas. Man muss auch mal offen für neues sein, hörthört!</p>
<p>Der Rest des Jahres wird bestehen aus Sonderangeboten zum Frühling, Frühlingsschlussverkauf, Sommereinstiegsverkauf, Sommerschlussverkauf, Eröffnungsrabatt, Räumungsverkauf, Schnäppchenjagd und <strong>ALLES MUSS RAUS</strong>!</p>
<p>Denn Prost!</p>
<p><!--<br />
Heute war ich im Supermarkt. Das ist jetzt nicht so DAS Ereignis, aber es ist der 6. September. Ja. Ich wollte eigentlich nur Makkaroni und Tomatensosse holen, aber hey: wir befinden uns in der Vorweihnachtszeit (die beginnt ja am 7.Januar) und da steht ein so profanes sommerliches Essen eigentlich nicht auf dem Speiseplan. Stattdessen Spekulatius, Pfeffernüsse, Lebkuchen, Plätzchen und natürlich Stollen. Der gesamte Supermarkt war VOLL von dem Kram! Alter Falter! Wird ja auch langsam Zeit! Wir haben ja nur noch 3einhalb Monate Zeit mit den Weihnachtsvorbereitungen...<br />
--></p>
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		<item>
		<title>Biomarkt</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Jul 2005 12:18:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gahi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Konsumhölle]]></category>

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		<description><![CDATA[Eben war ich im Biomarkt. Da war ich vorher noch nie. Ich kam mir vor wie Alice im Wunderland. Staunend ging ich hindurch, von jeder Ecke schallte mir ein freundliches &#8220;Guten Tag&#8221; entgegen und es gab die absonderlichsten, biologisch korrekten Produkte. Auch die übliche Supermarkt-Hierarchie existierte nicht. Aus Aldi&#038;Co kennt man ja eigentlich die Reihenfolge: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class='fb-like'><iframe src='http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http://www.gahi.de/mekkaekke/2005/07/biomarkt/&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light' scrolling='no' frameborder='0' allowTransparency='true' style='border:none; overflow:hidden; width:450px; height:65px'></iframe></p><p>Eben war ich im Biomarkt.<br />
Da war ich vorher noch nie. Ich kam mir vor wie Alice im Wunderland. Staunend ging ich hindurch, von jeder Ecke schallte mir ein freundliches &#8220;Guten Tag&#8221; entgegen und es gab die absonderlichsten, biologisch korrekten Produkte.<br />
<span id="more-9"></span><br />
Auch die übliche Supermarkt-Hierarchie existierte nicht. Aus Aldi&#038;Co kennt man ja eigentlich die Reihenfolge: Kistenausräumer und Springer in der Unterschicht, die gebildete Mittelschicht sind Kassiererinnen, die sich jeden Preis jeden Gemüses merken können und schließlich kommt die Krone, der Adel: Die Frauen an der Information und der Supermarktleiter.</p>
<p>Nicht so im Biomarkt. Hier spiegelt sich die liberal-tolerante Lebensart der Käufer wieder. Alle Angestellten sind frei, gleich und brüderlich. Man muß nur etwas aufpassen, denn wenn man etwas zu lang vor einem Regal oder schaut man zu suchend &#8211; so springt einen gleich ein netter Bio-Angestellter an, der frei, gleich und brüderlich helfen will.<br />
Die Käufer sind auch sehr interessant zu beobachten. Wohlhabend, tolerant und sehr freigeistig. Ob das nun Rentner sind, die sich auf ihre alten Tage mal etwas von der Masse abheben wollen, Kampfvegetarier, die ihre Moralkeule schwingen oder aufgeklärte, liberale Protestanten, die immer ein Lächeln auf dem Gesicht haben. Die Welt ist ja gut.</p>
<p>Heute waren nur junge Mütter da. Die Art von jungen Müttern, die dank ihres Mannes ganz gut betucht sind, sich für Emanzipation und freie Meinungsäusserung einsetzen, ihre Kinder antiauthoritär erziehen &#8211; und die eben hauptberuflich und durch und durch Mutter sind. Ihre Freizeit verbringen sie mit ihren Kindern im Biomarkt oder beim Seidenmalen. Sie probieren etwas Neues aus, sie tun sich und ihrer Familie Gutes &#8211; sie schaffen die neue Generation. Neue Helden für Deutschland, endlich geht&#8217;s los! Mit Janosch und Sumpfblütenhonig; naive Gutmütigkeit heißt das neue Dogma!</p>
<p>Eine dieser Mütter traf ich in der Tee-Ecke. Unfaßbar, es gibt tatsächlich für jede Lebenssituation einen Tee. Das hat die Mutter nicht weiter bemerkt, da sie in eine politisch korrekte Diskussion mit ihrer 2jährigen Tochter Emmi verstrickt war. Ich war überwältigt. Es gibt Jogging-Tee, Tee zum Stillen und Schwängern, Tee mit Schokolade, Power-Tee und jeden möglichen anderen Quatsch, den man mit etwas marktwirtschaftlichem Geschickt (gut, es braucht nicht viel) weltfremden Pazifisten mit bunten Tüchern und klimpernden Gitarrenlauten aufschwatzen kann. Zu horrenden Preisen.<br />
Ich werde nächstes Jahr auch im Frühjahr ein paar Himbeerblätter sammeln und das für einen Haufen Kohle verhökern. Dann bin ich endlich reich.</p>
<p>Das Kaffeeregal war auch nicht schlecht. Ich war wirklich motiviert, welchen mitzunehmen. Wirklich! Leider konnte ich mir 8-11Euro pro Paket dann doch nicht leisten. Neben Weizenflocken und diversen Getreidepampepackungen fand ich Getreidearten, von denen ich im Leben noch nie gehört habe&#8230;</p>
<p>Ich klaubte ein paar Dinge zusammen, bezahlte und ging grinsend von dannen.<br />
Denn der eine Spruch, der am Nudelregal hatte mir gute Laune für den Rest des Tages beschert. Ein Paket blutroter, länglicher Bionudeln lag dort. Mit einem Schild darunter, das mit der Anspielung &#8220;(Kunst)handwerk&#8221; jegliche Vernunftwindung des Biokäufers erfolgreich ausser Kraft setzt.<br />
Auf dem Schild stand:</p>
<p><strong>authentische Bioprodukte, handwerklich gefertigt</strong></p>
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