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	<title>Mekkaekke</title>
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	<description>Willkommen zur ultimativen Mekka Ekke!</description>
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		<title>Die Mühlen des Amtsschimmels</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Sep 2010 07:44:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gahi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kind&Kegel]]></category>

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		<description><![CDATA[In Deutschland ein Kind zur Welt zu bringen, ist gar nicht so ohne. Man wird von allen Seiten unterstützt, dass man sich in der Schwangerschaft nicht überlastet und nach der Geburt möglichst lange (am besten für immer) Heim und Herd hütet, damit es dem Nachwuchs an nichts fehle. Dafür gibt es zeitweise Geld, ordentlich politische [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Deutschland ein Kind zur Welt zu bringen, ist gar nicht so ohne. Man wird von allen Seiten unterstützt, dass man sich in der Schwangerschaft nicht überlastet und nach der Geburt möglichst lange (am besten für immer) Heim und Herd hütet, damit es dem Nachwuchs an nichts fehle. Dafür gibt es zeitweise Geld, ordentlich politische Propaganda und, für später dann, keine Betreuungsplätze.</p>
<p><span id="more-173"></span>Ein Teil dieses Förderprogramms für Mütter ist der gesetzliche Mutterschutz. Dieser beginnt 6 Wochen vor der Geburt und endet 8 Wochen danach. Im Idealfall ist man in dieser Zeit erwerbstätig. Dann gibt es ein bißchen Geld von der Krankenkasse und ein bißchen Geld vom Arbeitgeber, so dass man in Summe auf sein ursprüngliches Gehalt kommt. Ist man arbeitslos, bekommt man einen Mindestsatz (300 Euro monatlich) der Krankenkasse &#8211; aber kein Arbeitslosengeld, da man auf dem Arbeitsmarkt ja nicht vermittelbar ist (Mutterschutz kommt einem Beschäftigungsverbot gleich).</p>
<p>Ich bin derzeit arbeitslos, da mein befristeter Vertrag mit dem Beginn des Mutterschutzes endete. Fluch und Segen dabei ist, dass ich 3 Tage während des Mutterschutzes noch offiziell angestellt war. Das bedeutet, dass mir die Krankenkasse für die gesamte Mutterschutzfrist Mutterschutzgeld in Höhe des Krankengeldes ausbezahlt (das sind glücklicherweise mehr als 300 Euro), für die 3 Tage, die ich im Angestelltenverhältnis stand, bekomme ich noch den Zuschlag vom Arbeitgeber. Das war jetzt der Teil mit dem Segen. Der Fluch dabei ist: Wegen dieser 3 Tage benötigt die Krankenkasse einige Angaben vom Arbeitgeber.</p>
<p>Das Mutterschaftsgeld kann man erst beantragen, wenn man eine Bescheinigung des Gynäkologen über den vorraussichtlichen Geburtstermin erhält. Obwohl eine Schwangerschaft 10 Monate dauert und der Geburtstermin in den ersten 3 Monaten festgelegt (und dann auch meist nicht mehr korrigiert wird), darf diese Bescheinigung erst 7 Wochen vor der Geburt ausgestellt werden. Das ist, zur Erinnerung, eine Woche bevor die gesetzlich vorgeschriebene Mutterschutzfrist beginnt, in der man, wegen des Beschäftigungsverbotes, keinen Lohn mehr erhält.</p>
<p>Als ich nun meinen Arztbeleg, dass ich auch wirklich am seit Monaten bekannten Termin entbinden werde, zur Krankenkasse schickte, war es der 2. August. Bis zum Entbindungstermin am 9.09. noch massig Zeit &#8211; dachte ich. Am 16. August erhielt ich ein Schreiben, dass mein Schreiben vom <strong>16. August</strong> eingegangen und in Bearbeitung wäre. Mal davon abgesehen, dass mein Sachbearbeiter wohl irgendwie ein Zahlenproblem hat, lag mein Brief geschlagene zwei Wochen bei der Krankenkasse, bis er mal bearbeitet wurde. Im Brief stand noch etwas von &#8220;einer weiteren Klärung bis zur endgültigen Bearbeitung&#8221; und ich ahnte schon&#8230;</p>
<p>Da ich bis heute, weitere zwei Wochen später, nichts mehr von meiner Krankenkasse gehört hatte, beschloß ich, mal nachzufragen. Der nette Herr an der Hotline erklärte mir, dass noch eine Auskunft vom Arbeitgeber fehlte und sie nun nicht genau wüßten, was das Problem sei. Ich konnte mir das Problem relativ gut vorstellen: Ich war an der Uni Bonn angestellt, wo es zwei zentrale Stellen der Personalverwaltung gibt: Zum einen die Personalabteilung der Universität, die sich um die allgemeine Verwaltung kümmert. Zum anderen das Landesamt für Besoldung und Versorgung, das für die finanzielle Verwaltung zuständig ist. Man braucht nicht viel Phantasie, um sich vorzustellen, dass es bei so einer Verwaltungsstruktur  auch mal <em>länger</em> dauern kann.</p>
<p>Ich rief meine ehemalige Sachbearbeiterin an, die gut im Kaffeepause auf dem Gang machen ist &#8211; und auch sonst ziemlich freundlich. Trotz der Kaffeepausen-Angewohnheit hatte ich sie diesmal direkt am Apparat. Sie war auch schon mal einen kompletten Tag telefonisch nicht erreichbar und als ich einfach vorbei ging traf ich sie &#8211; richtig: bei der Kaffeepause auf dem Gang. Die Aufforderung der Krankenkasse ging am 23. August (!) bei ihr ein und wurde sofort bearbeitet, da ihr bewusst ist, dass es da um Geld geht und einen kurzen Bearbeitungszeitraum. Jetzt würde die Anfrage wohl beim LBV hängen und da könne sie leider auch nichts für tun.</p>
<p>Ich dankte ihr und war aber doch ziemlich sprachlos, dass ein Mitarbeiter bei der Krankenkasse 3 Wochen für die Bearbeitung einer Mutterschutzanfrage braucht. Die erste Zahlung soll <em>vor</em> der Geburt erfolgen &#8211; das ergibt einen Bearbeitungszeitraum von insgesamt 6 Wochen. Wie kann man da als der Erstbearbeiter <strong>so viel</strong> Zeit vertrödeln, wenn es um die finanzielle Frage der Existenzsicherung geht? Manchen scheint eben einfach die Sonne aus dem Arsch, im Sommer, zur Urlaubszeit, offenbar ganz besonders.</p>
<p>Als letzte Station wollte ich beim LBV nachhaken. Da es da keinen Sachbearbeiter oder direkten Ansprechpartner gibt, muß man sein Anliegen immer <em>irgendwem</em> erklären, der dann versucht, das Problem <em>irgendwie</em> mit <em>irgendwem anders</em> zu lösen. Ich versuchte das und der<em> irgendwer</em> fand heraus, dass die Anfrage noch nicht bearbeitet wär. Da man bis zu den Sachbearbeitern gar nicht erst vordringen kann, kann man sie auch nicht bitten, die Bearbeitung etwas zu beschleunigen. Er wollte der Bearbeiterin aber gern eine Email schicken, dass es dringend sei. Im Moment würde ja soo viel reinkommen und die Leute hätten auch nur zwei Hände zur Bearbeitung.</p>
<p>Da wär ich beinah geplatzt. Schon klar, dass sich andere vorher bei der Bearbeitung schon viel Zeit gelassen haben. Aber gerade wenn es um Mutterschaftsgeld geht, dann <strong>weiß</strong> man als Bearbeiter, dass es ein enges Zeitfenster gibt. Und wenn der Brief bei jedem zwei Wochen liegt, dann kann ich halt im Zweifelsfall meine Miete nicht bezahlen. Dieses Minimum an Realitätssinn fehlt meiner Erfahrung nach so gut wie allen Beamten.</p>
<p>Ich bin jetzt jedenfalls mal gespannt, ob nun das Baby früher kommt oder der Wisch von der Krankenkasse und die Zahlung. Der absolute Clou an der Sache ist ja, dass für die Zeit <em>nach</em> der Geburt der ganze Spaß noch mal von vorne losgeht. Zynischerweise gehen die Krankenkassen davon aus, dass ein nicht unerheblicher Teil der Babys doch nicht auf die Welt kommt (in Wahrheit ist das weniger als 1%!). Es erfolgt eine Berechnung des Mutterschaftsgeldes für nach der Geburt erst, wenn das Kind geboren wurde. Da die Mutterschutzfrist nach der Geburt <em>immer</em> 8 Wochen lang ist, ist es auch ganz unerheblich, wann genau das Kind jetzt kommt. Es gibt sowieso nur eine Zahlung für den kompletten Zeitraum nach der Geburt. Die Frage ist wirklich nur, <em>ob</em> das Kind kommt und <em>ob </em>es lebend kommt.</p>
<p>Für diese Berechnung brauchen sie natürlich <em>auch</em> wieder eine Bescheinigung des ehemaligen Arbeitgebers und der Tanz geht von vorn los. Daran gekoppelt ist auch eine Bescheinigung der Krankenkasse über die Höhe des Mutterschaftsgeldes, die man bei der Beantragung des Elterngeldes vorlegen muß. Das heißt im Klartext: solange wie nach der Geburt genauso getrödelt wird wie vorher, kann ich kein Elterngeld beantragen.</p>
<p>Für die Beantragung des Elterngeldes bleibt nach der Geburt aber nur ein gewisses Zeitfenster, ist ja klar.</p>
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		<title>Ah, schaut mich an!</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 19:46:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gahi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kind&Kegel]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin zwar nicht der Mann, der alles kann &#8211; aber schwanger. Und das ist in einer Gesellschaft mit sinkenden Geburtenraten und Erstgebärenden ab 35 schon mal ein Grund zu starren. Seit sich meine Kugel abgezeichnet hat, wurde ich angestarrt. Meistens unverhohlen, vor allem im Schwimmbad. Am häufigsten sind immer die Typen geschockt, die ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin zwar nicht der Mann, der alles kann &#8211; aber schwanger. Und das ist in einer Gesellschaft mit sinkenden Geburtenraten und Erstgebärenden ab 35 schon mal ein Grund zu starren. Seit sich meine Kugel abgezeichnet hat, wurde ich angestarrt. Meistens unverhohlen, vor allem im Schwimmbad. Am häufigsten sind immer die Typen geschockt, die ich gerade noch beim Schwimmen abgehängt hab. Das ist für viele Männer jüngeren und mittleren Alters ein direkter Angriff auf den Stolz, vor allem wenn es von einer Frau kommt. Wenn es von einer hochschwangeren Frau kommt, ist das Ganze noch kritischer.</p>
<p>Ich empfinde das als durchaus unhöflich, wenn Leute, wie heute morgen, NUR auf meine Kugel starren, sekundenlang, minutenlang, nicht bemerkend, dass ich sie die ganze Zeit beobachte. Bis sich irgendwann unsere Blicke treffen: in ihrem steht eine Fassungslosigkeit, die sie so schnell nicht verbergen können (ich hab sie ja schon eine Weile im Blick gehabt) und in meinem steht Provokation. Ich hätte vieles für möglich gehalten. Aber nicht, dass man mit einer Schwangerschaft provozieren kann.</p>
<p><span id="more-159"></span></p>
<p>Die Reaktionen auf eine Schwangerschaft können sehr unterschiedlich sein. Ich bin froh, dass es sich in der Familie mit Freude gezeigt hat und im Freundeskreis mit (positiver) Überraschung. Ärzte halten einen in Westdeutschland mit 26 eigentlich noch für zu jung für eine Mutterschaft. Das geht ungefähr bis man 32 ist und schwingt mit dem 32. Geburtstag schlagartig um auf &#8220;Na, so langsam wirds Zeit&#8230;ewig geht&#8217;s ja nicht mehr&#8221;. Tatsächlich bin ich bei allen möglichen Schwangerschaftsaktivitäten wie Geburtsvorbereitungskursen, Schwangerenyoga, Akupunktur etc mit Abstand die Jüngste. Die meisten anderen Frauen sind gut gebildet und mindestens 5-10 Jahre älter als ich.</p>
<p>Vielleicht werd ich auch deswegen so oft angestarrt. Eine Schwangere, die nicht aufgegangen ist wie ein Hefekloß, auch noch jung. Und noch dazu ohne Migrationshintergrund. Sensation! Die schönste Reaktion war ein junges Mädchen in der Bahn, die mir gegenüber saß. Sie schaute mich an, fing an zu kichern, konnte nicht wegsehen, und lachte schließlich. Als ich fragte, was denn los sei, gestand sie, dass sie meinen Bauch &#8220;so süß&#8221; finden würde. Auch die Reaktion eines Freundes, der eigentlich Bescheid wußte, das ganze aber &#8220;irgendwie vergessen&#8221; hatte, hat mich amüsiert. Er fragte, was man bei einer Frau eigentlich niemals und unter keinen Umständen fragen sollte: &#8220;Bist Du irgendwie dicker geworden??&#8221; Da war ich im 5. Monat und hatte schon was vorzuweisen. Die unschönste Reaktion kam aus dem akademischen Bereich. Auf betretenes Schweigen folgte ein Senken des Blickes und ein ins nächste Buch gemurmelte: &#8220;Schön&#8230;&#8221;.</p>
<p>In gewissen Kreisen ist es eben einfach nicht üblich und noch weniger schick, in einem bestimmten Alter ein Kind zu bekommen. Die Karriere, die in der deutschen, akademischen Landschaft ja wirklich unheimlich vielversprechend ist, könnte ja einen Knick abbekommen. Entsprechend sind auch die immer wieder auftauchenden, stereotypen Fragen nach dem neuesten Wehwehchen-Klatsch: &#8220;Uuuuund, wie geht&#8217;s Dir???&#8221;. Was soll ich darauf antworten? Keiner kann nachvollziehen, wie es ist, zu liegen, jeden Monat mind. einmal wegen irgendwelchem Quatsch für eine Woche krank geschrieben zu sein oder unter ärztlicher Kontrolle zu stehen wie Heroinsüchtiger auf Entzug. Keiner weiß, wie niederschmetternd wochenlange Übelkeit ist, wie Ischiasschmerzen, Wachstumsschmerzen, Vorwehen, Rippendruck, Schlaflosigkeit oder wochenlanges Sodbrennen sind. Keiner denkt an die Einschränkungen in der Ernährung. Ich mein jetzt nicht das bißchen Kaffee oder Alkohol, sondern auf so stinknormale Sachen wie Schinken oder Räucherlachs zu verzichten &#8211; für 9 lange Monate. Schwangerschaften sind so unüblich, dass keiner von den kleinen Ätzigkeiten was ahnt, die einem den Alltag so versüßen. In ihren Gesichtern lese ich, dass eine Schwangerschaft der absolute Spaß sein muß. Also sag ich: &#8220;Mir? Och, mir geht&#8217;s blendend!&#8221; &#8230;damit gleich die nächste Standardfrage kommen kann: &#8220;Was wiiiiirds deeeenn?&#8221; Und obwohl mir die Antwort &#8220;Mir egal, Hauptsache blond und blauäugig&#8221; auf der Zunge liegt, antworte ich süßlich &#8220;Eine Kinderüberraschung&#8230;&#8221; nur um mir dann die Standardparolen über Neugier und Nicht-aushalten-können anzuhören.</p>
<p>Aber das ist nur Stufe1.Was man von Freunden und Bekannten zu hören bekommt. Viel schöner ist, was man von Fremden hört. Das reicht von allgemeinen Einschätzungen darüber, wie lang &#8220;es&#8221; noch dauert über unaufgeforderte Beurteilungen der Bauchgröße (zu groß oder viiieeel zu klein) bis hin zu Kommentaren zum Wetter. &#8220;Jetzt müssen Sie auch noch durch die Hitze durch!&#8221; hab ich erst kürzlich gehört. Als es nach 3 Wochen Dauerregen endlich mal einen etwas sonnigeren, wärmeren Tag gab. Das hak ich noch als etwas nervig, aber harmlos ab.</p>
<p>Stufe3 sind die Horrorgeschichten, die man ungefragt auf die Nase gebunden bekommt. Wahlweise über behinderte Kinder, gestorbene Kinder oder Geburtstraumata (&#8221;52 Stunden Wehen, wirklich!&#8221;). Von Zwillingen, die im 6. Monat gestorben sind bis zum plötzlichen Kindstot in der 36. Woche. Auf einmal ist die Welt voll von behinderten und toten Babies, überall, wohin man auch blickt! Da ist alles dabei und nichts davon will ich wissen. Aber wenigstens weiß ich jetzt, dass ich die Sache mit dem rohen Schinken und Räucherlachs wirklich ernst nehmen sollte. Denn die beste Freundin der Schwester einer Arbeitskollegin hatte während der Schwangerschaft eine Toxoplasmose-Infektion. Das Kind kam tot zur Welt, am ganzen Körper behaart <em>und mit einem Rattenschwanz,</em><strong> ehrlich!!!</strong></p>
<p>Aber am meisten hasse ich Stufe4. Ungefragte Kommentare dazu, was ich tun werde, wenn das Kind da ist. Vorzugsweise von Kinderlosen. Oder auch Leuten, die vor ein paar Monaten ein Kind bekommen haben und jetzt meinen <em>alles, einfach alles</em> über Kinder jeden Alters zu wissen. Mir muß keiner sagen, dass ich in den ersten Monaten fertig sein werde und kaum schlafe. Das ist, mal so nebenbei, auch jetzt schon so. Mir muß keiner sagen, dass Kinder manche Sachen nicht gern essen und <em>dass da jedes Kind einfach anders ist. </em>Mir muß keiner sagen, dass Stillen eine Rund-um-die-Uhr-Beschäftigung ist, mit vollem Programm &#8211; Stilleinlagen und auslaufende Titties inklusive. Das ist, mal so nebenbei, auch jetzt schon so. Mir muß keiner sagen, dass ein Kind Verantwortung und physische wie psychische Einschränkung bedeutet, in der ersten Zeit vor allem durch die Mutter<em>. Das ist, mal nebenbei, auch jetzt schon so. </em>Mir muß auch keiner sagen, dass ich in ein paar Wochen nur noch mit Windeln und Feuchttüchern bewaffnet größere Ausflüge machen kann. Man, ich bin doch nicht beknackt, ey! Im Gegenteil: Ich bin seit 5 Jahren Stiefmutti eines mittlerweile fast 8jährigen Mädchens, das erziehungstechnisch nicht gerade zur anspruchslosen Sorte gehört. <strong>Ich weiß ziemlich genau, worauf ich mich einlasse!</strong> Und ich brauch ganz bestimmt keine schlauen Ratschläge von Leuten, die keine Kinder haben, oder seit einem Jahr gecheckt haben, dass Eltern sein auch mal anstrengend ist.</p>
<p>Da lob ich mir doch die Leute, die einfach nur fassungslos (und stumm) starren. Heute hat sogar eine Chinesin ein Touri-Foto mit meinem Bauch gemacht. So ala &#8220;Schau mal, Europäer werden <em>auch </em>schwanger!&#8221;. In dem Moment war ich stumm. Und fassungslos&#8230;</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-171" title="tourifoto" src="http://www.gahi.de/mekkaekke/wp-content/uploads/2010/08/tourifoto.jpg" alt="tourifoto" width="600" height="401" /></p>
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		<title>Spar Wachs</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Aug 2010 19:39:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gahi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[Im TV werden grad alle (un)umöglichen Filme der Star-Wars-Reihe gezeigt. Mal wieder. Das ist nicht mal als Hintergrundgeplänkel zu ertragen, wenn man vorrangig etwas anderes zu tun hat. Die dramaturgische Komplexität, die jeder Grundschüler besser hätte ausarbeiten können, wird nur noch von den bemühten Sprachfehlern dieser intergalaktischen Freakshow übertroffen.
Jede zweite Figur hat irgendeine Blockade im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im TV werden grad alle (un)umöglichen Filme der Star-Wars-Reihe gezeigt. Mal wieder. Das ist nicht mal als Hintergrundgeplänkel zu ertragen, wenn man vorrangig etwas anderes zu tun hat. Die dramaturgische Komplexität, die jeder Grundschüler besser hätte ausarbeiten können, wird nur noch von den bemühten Sprachfehlern dieser intergalaktischen Freakshow übertroffen.</p>
<p>Jede zweite Figur hat irgendeine Blockade im Sprachzentrum: Dieser grünliche, alt gewordene Mogwai ist ein wandelnder Syntaxfehler und obwohl es in der Star-Wars-Welt hochtechnisierte Raumschiffe gibt, können Roboter entweder nur Blinkern oder grenzdebile Äußerungen von sich geben. Dann gibt es da noch diesen unförmigen Ichse-Duse-Michse-Dumbo und den bösen, schwarzen Mann mit dem fest installierten Asthma-Inhalator im Gesicht. So ein schwächlicher Asthmatiker kann einem wirklich Angst einjagen.</p>
<p>Aber das Schlimmste ist immernoch dieser laufende Flokati, dessen &#8220;brüllen&#8221; eine Mischung aus Ächzen und abgebrochenen Eselslauten ist. Sein Name hätte sich auch irgendwie besser als Kaugummimarke gemacht&#8230;</p>
<p>Da kann man nur entnervt abschalten und sich still fragen, wer indreiteufelsnamen sich eigentlich so eine flache Scheiße ausdenkt.</p>
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		<title>Bild im Spiegel &#8211; wie die Schweinegrippe uns alle verändert</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Nov 2009 20:24:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gahi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Dass die Spiegel-Redaktion vor einiger Zeit Zuwachs durch Buchstabenakrobaten (Journalisten will ich es nicht nennen) von der Bild bekommen hat, ist keine Neuigkeit. Dass die Artikel des Spiegels ganz gewaltig nachgelassen haben, auch nicht. Ich wollte mich schon lange mal über die schlechten Recherchen, Formulierungen und Bumsfallera-Schlagzeilen auskotzen. Am liebsten mag ich „immer wieder“ oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass die Spiegel-Redaktion vor einiger Zeit Zuwachs durch Buchstabenakrobaten (Journalisten will ich es nicht nennen) von der Bild bekommen hat, ist keine Neuigkeit. Dass die Artikel des Spiegels ganz gewaltig nachgelassen haben, auch nicht. Ich wollte mich schon lange mal über die schlechten Recherchen, Formulierungen und Bumsfallera-Schlagzeilen auskotzen. Am liebsten mag ich „immer wieder“ oder „immer häufiger“, auch „immer weniger“. Besser kann man gar nicht belegen, dass man schlampig recherchiert hat, denn es drängt sich sofort die Frage nach der Quelle und greifbaren Fakten auf. Ein „Immer mehr Ärzte machen disundis.“ hat soviel konkrete Aussagekraft wie der Wetterbericht für über-übernächste Woche. Aber damit nicht genug. Mit der Schweinegrippe schießt der Spiegel den Vogel ab (und ich mag Vögel).<br />
<span id="more-101"></span><br />
Bis vor kurzem wurden vom Spiegel Zweifel am Schweinegrippen-Impfstoff der Gefährlichkeit der Schweinegrippe und der Einschätzung der Lage gesät. Da wurden zwei Impfstoffe ebenso propagiert wie die Übertreibung der restlichen Medien und die überzogene Einschätzung der Infektionslage. Und wie sich der Spiegel im Enthüllungsjournalismus mal wieder gesonnt hat! Ein Artikel mit dem Titel <em>„Immun gegen die Impfung &#8211; Kinderärzte rebellieren, Frauenärzte warnen: Die Impfkampagne gegen die Schweinegrippe gerät in Verruf. Sind die Deutschen Versuchskaninchen in einem gigantischen Pharmaexperiment?“</em> erschien in der Print-Ausgabe 43/2009 und <a title="hier" href="http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?id=67398874&amp;top=SPIEGEL">hier</a></p>
<p>Zitiert wird zu dem Zweiklassen-Impfstoff ein Mitarbeiter des Bundesinnenministeriums: Adjuvans-freien Impfstoff gäbe es für Regierungsmitglieder und Mitarbeiter des Paul-Ehrlich-Instituts. Dieses hat es sich nicht nehmen lassen, prompt mit einer <a title="Presseerklärung" href="http://www.pei.de/cln_116/nn_1509734/DE/infos/fachkreise/impf-fach/schweineinfluenza/zusatzinfo-spiegelartikel.html">Presseerklärung</a> zu reagieren. Es lohnt sich wirklich die Erklärung zu lesen, denn auf herrlich trockene Weise wird der Spiegel seiner grauenhaften Recherche entlarvt.</p>
<p>Seitdem gallopiert der Spiegel mit Scheuklappen in die entgegengesetzte Richtung: Es gab nie eine gefährlichere Krankheit als die Schweinegrippe! Alle müssen sich impfen lassen! Aber selbst die es wollen, können nicht, denn überall ist Chaos! Impfchaos! Und deswegen werden alle sterben! Angesichts dieser Kehrtwende fragt man sich natürlich, ob die Ohrfeige des Paul-Ehrlich-Instituts tatsächlich so gewirkt hat, ob der Spiegel bestochen wurde – oder vielleicht geimpft.</p>
<p>Heute kam mal wieder ein <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,659973,00.html">Weltuntergangsartikel</a> passend zur Promo des neuen Films von Roland Emmerich („Wir werden (mal wieder) alle sterben!“). „In Deutschland greift die Angst vor der Schweinegrippe um sich. In den Impfpraxen herrscht Chaos. Unklar ist, wie viele sich schon angesteckt haben und wie gefährlich der Erreger wirklich ist.“ Lautet es im Untertitel des Artikels und wenig später schon weitere Lacher: „Und es sind vor allem auch die Jüngeren, die an der Schweinegrippe sterben &#8211; während die saisonale Grippe vor allem die Alten dahinrafft. Besonders gefährdet sind Schwangere, stark Fettleibige und Menschen mit einer anderen Vorerkrankung.“ Jetzt gehört eine Schwangerschaft schon zu Vorerkrankungen.</p>
<p>Da kann man dem Spiegel kaum helfen, aber weiter geht’s: <em>„Bis zu 5,7 Millionen Amerikaner, so eine CDC-Schätzung, könnte das Virus allein zwischen April und Juli befallen haben. Und mehr als tausend Amerikaner sind bislang an der Krankheit oder ihren Folgen gestorben, unter ihnen mindestens 129 Kinder.</em></p>
<p><em>Damit ist die H1N1-Sterblichkeit in der Bevölkerung in den USA mindestens 30mal so hoch wie in Deutschland. Doch wird das auch so bleiben? Oder sind uns die USA in der Entwicklung nur ein paar Wochen voraus?“</em></p>
<p>Das klingt natürlich erschreckend. Seltsam, dass die WHO <a href="http://www.who.int/csr/don/2009_10_30/en/index.html"><strong>GLOBAL</strong> bisher <strong>440.000</strong> bestätigte Infektionen </a>angibt. Wie das? Schauen wir uns die Seite der CDC mal an, auf der die letzten Informationen für den 5-Millionen-Zeitraum standen: <a href="http://www.cdc.gov/h1n1flu/updates/072409.htm">CDC-Info</a>. In der Tabelle rechts stehen die bestätigten und vermuteten Fälle für jeden einzelnen US-Bundesstaat und abschließend eine Summe. Wenn man jetzt nur ganz schnell hinschaut, dann sieht man wie die Summe der Bundesstaaten (55) die Anzahl der Infektionen (43.771) sehr akkurat überlappt. So werden aus 40.000 Infizierten eben über 5 Millionen. Naja, kann ja mal passieren. Und die vielen Toten? Im Zeitraum April bis August gab es <a href="http://www.cdc.gov/h1n1flu/updates/090409.htm">593 Tote</a>, von 30. August bis 31. Okotber gab es<a href="http://www.cdc.gov/flu/weekly/"> 672 Tote </a>, insgesamt waren darunter <a href="http://www.cdc.gov/h1n1flu/updates/us/#iligraph">129 Kinder</a>.</p>
<p>Das ist natürlich sehr traurig. Bedenkt man aber die Einwohnerzahl der USA &#8211; 305.548.183 (diesmal wirklich Millionen, Quelle Wikipedia), sind 0,00041% der Einwohner der USA an der Schweinegrippe gestorben.</p>
<p>In Deutschland werden die Zahlen vom Robert-Koch-Institut veröffentlicht. Das sind für 2009 40.271 <a href="http://www.rki.de/cln_100/nn_205774/DE/Content/InfAZ/I/Influenza/IPV/Epidemiologischer-Wochenbericht,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/Epidemiologischer-Wochenbericht.pdf">bestätigte Fälle</a>, darunter 9 Tote. Deutschland hat eine Einwohnerzahl von <em>„ca. 82.002.356“</em> (Wikipedia hat schon so ihren eigenen Humor). Also sind 0,0000109752944171506% der Einwohner Deutschlands an der Schweinegrippe gestorben – bei Wikipedia müsste also die Einwohnerzahl noch auf 82.002.347 korrigiert werden.</p>
<p>Und weil’s grad so schön ist:. Für die Grippesaison 2004/2005 gibt das RKI für die „normale“ Grippe <a href="http://www.influenza.rki.de/Saisonberichte/2004.pdf"><strong>4,7-6,2 Millionen</strong></a> (auch diesmal: wirklich Millionen) Influenza-assoziierte Arzt-Konsultationen an. Das war eine „relativ starke Influenzaaktivität“. In einem solchen Jahr werden der Influenza etwa 8.000-15.000 Tote zugeschrieben. <em>„Diese Zahl kann bei außergewöhnlich heftiger Influenza-Aktivität wie z. B. 1995/96 (etwa 32.000) deutlich überschritten werden“</em></p>
<p>Angesichts unserer bisher 9 Toten und der Impfaufrufe sollte man noch die Impfsituation in Schweden betrachten, wo ebenfalls mit Pandemrix geimpft wird. Dort gab es in zeitlicher Assoziation mit der Impfung 5 Tote. Die Todesfälle traten bei älteren Patienten mit chronischen Vorerkrankungen auf. Also dieselbe Risikogruppe, in der Todesfälle durch die Schweinegrippe zu erwarten sind. Davon gab es in Schweden bis heute <a href="http://www.rki.de/cln_100/nn_200120/DE/Content/InfAZ/I/Influenza/IPV/Epidemiologischer-Wochenbericht,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/Epidemiologischer-Wochenbericht.pdf">nur 2</a>.</p>
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		<title>Der Wolf rudert zurück</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Oct 2009 11:23:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gahi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Offenbar tritt Jack Wolfskin in der Geschichte der Abmahnungen ein Stückchen zurück. Der Geschäftsführer Manfred Hell hatte schon vorgestern mit dem Werbeblogger Kontakt aufgenommen und es sieht so aus, als seien die Bluthunde zurückgepfiffen worden.
Eben gab es eine Pressemitteilung von Jack Wolfskin:
Jack Wolfskin reagiert auf Kritik beim Vorgehen zum Markenschutz
Idstein, 23. Oktober 2009 – 
Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Offenbar tritt Jack Wolfskin in der Geschichte der Abmahnungen ein Stückchen zurück. Der Geschäftsführer Manfred Hell hatte schon vorgestern mit dem Werbeblogger Kontakt aufgenommen und es sieht so aus, als seien die Bluthunde zurückgepfiffen worden.</p>
<p>Eben gab es eine Pressemitteilung von Jack Wolfskin:</p>
<p><strong>Jack Wolfskin reagiert auf Kritik beim Vorgehen zum Markenschutz<br />
Idstein, 23. Oktober 2009 – </strong></p>
<p><strong>Die zum Teil heftigen Reaktionen im Internet auf das Vorgehen von Jack Wolfskin in Fällen von Markenrechtsverletzungen führen zu einem Einlenken des Unternehmens. Gegen die zehn Anbieter, die Produkte mit Tatzen-Design auf der Plattform DaWanda.de verkauft hatten und daraufhin von Jack Wolfskin abgemahnt wurden, werden keine weiteren rechtlichen Schritte mehr verfolgt.<br />
„Der Schutz unserer Marke hat für uns oberste Priorität“, sagt Manfred Hell, Geschäftsführer von Jack Wolfskin. „Wir sind immer bemüht, mit Augenmaß und nur dort vorzugehen, wo wir unsere Schutzrechte wirklich gefährdet sehen. Die zum Teil heftige Kritik unserer Kunden in den aktuellen Fällen der DaWanda- Anbieter nehmen wir ernst und zum Anlass, unser Vorgehen kritisch zu hinterfragen. Dies bedeutet, dass wir mit dem Entfernen der betroffenen Produkte von der Internetplattform die Fälle als erledigt ansehen, keine weiteren rechtlichen Schritte verfolgen und den Anbietern die vor allem kritisierten Kosten erlassen.“<br />
Darüber hinaus wird Jack Wolfskin sein Vorgehen in Fällen von kleingewerblichen Angeboten verändern. Hier wird das Unternehmen in Zukunft zunächst auf anwaltliche Schritte verzichten und selbst Kontakt aufnehmen. Kommt es zu einer Einigung, sollen Kosten möglichst ganz vermieden werden. Anwaltliche Hilfe soll in Zukunft erst ein letzter Schritt sein. Weiterhin sagt Manfred Hell: „An der großen Emotionalität, mit der die Debatte geführt wurde, sehen wir, wie hoch die Erwartungshaltung an uns ist. Dem wollen wir gerecht werden. Wir haben uns der Kritik gestellt, unser Vorgehen kritisch durchleuchtet und werden in Zukunft sensibler agieren.“</strong></p>
<p>Das klingt doch schon mal ganz gut. Hoffentlich haben die Betroffenen nächste Woche ein entsprechendes Schreiben im Briefkasten.</p>
<p>Dann kann sich der Werbeblogger noch ein bißchen mehr als Heilsbringer selbst beweihräuchern (sorry, der musste sein. Was für ein blasierter Affe!)</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Jack Wolfskin stellt sich hinter Abmahnungen</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Oct 2009 18:00:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gahi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem bis jetzt knapp 10 Dawanda-Bastlern hochpreisig abgemahnt wurden, brauste eine Solidaritätswelle auf, die zum Einrichten von Spendenkonto führte, der Planung einer Petition, Verkauf von Anti-Wolfskin-Buttons und dem generellen Gefühl, das niemand mehr irgendwie Jack Wolfskin-Produkte kaufen will. Die Willkür und Verhältnislosigkeit sucht ihresgleichen. Trotz der massiven negativen Schlagzeilen (das Thema ist mittlerweile beim Spiegel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem bis jetzt knapp 10 Dawanda-Bastlern hochpreisig abgemahnt wurden, brauste eine Solidaritätswelle auf, die zum Einrichten von Spendenkonto führte, der Planung einer Petition, Verkauf von Anti-Wolfskin-Buttons und dem generellen Gefühl, das niemand mehr irgendwie Jack Wolfskin-Produkte kaufen will. Die Willkür und Verhältnislosigkeit sucht ihresgleichen. <span id="more-99"></span>Trotz der massiven negativen Schlagzeilen (das Thema ist mittlerweile beim Spiegel Online, der dpa und der Taz (höhö) angekommen) gibt Jack Wolfskin den starken Mann:</p>
<p><strong><strong>Stellungnahme</strong><br />
Abmahnung von DaWanda-Anbietern wegen Markenrechtsverletzungen 19. Oktober 2009<br />
In den letzten Tagen gab es auf verschiedenen Online-Plattformen Äußerungen zu Abmahnungen, die Jack Wolfskin wegen Markenrechtsverletzungen gegen Anbieter auf der Internet-Plattform „DaWanda“ ausgesprochen hat. Diese Vorfälle sind zwar bedauerlich, es handelt sich hier jedoch um eindeutige Markenrechtsverletzungen, auf die Jack Wolfskin zum Schutz der Marke leider mit Abmahnungen reagieren musste.<br />
Die typische Jack Wolfskin Tatze ist als Marke geschützt. Daher dürfen Dritte keine ähnlichen oder identischen Zeichen für ähnliche und identische Waren, wie sie Jack Wolfskin anbietet, im geschäftlichen Verkehr benutzen. Jack Wolfskin als Markeninhaberin hat daher das Bestreben und die Pflicht, die Marke gegen ähnliche Drittzeichen zu verteidigen, da die Marke sonst geschwächt wird. Gemeinsam mit Anwälten prüft Jack Wolfskin in jedem Einzelfall sehr gründlich, ob die Voraussetzungen einer Markenverletzung vorliegen. Im Falle einer Markenverletzung sieht sich das Unternehmen gezwungen, dagegen vorzugehen, um die Markenrechte effektiv zu verteidigen. Der Sachverhalt ist wie folgt: Auf der DaWanda-Plattform wurden verschiedene Artikel mit einem Tatzenabdruck angeboten. Die einzelnen Fälle wurden von Jack Wolfskin in enger Zusammenarbeit mit Rechtsanwälten eingehend geprüft. Daraufhin wurden nur die Anbieter abgemahnt, deren Produkte die Markenrechte von Jack Wolfskin auch wirklich verletzen. Anbieter, deren Artikel mit Pfotenabdrücken keine Ähnlichkeit zur Jack Wolfskin Tatze aufweisen, können ihre Artikel selbstverständlich weiter unbeanstandet verkaufen. Zudem erfolgten die Abmahnungen auch wirklich nur dann, wenn ein Anbieter im geschäftlichen Verkehr gehandelt hat. Das Merkmal eines Handelns im geschäftlichen Verkehr liegt regelmäßig nur dann vor, wenn in der Vergangenheit Verkäufe in einem gewissen Umfang getätigt wurden, wohingegen Kleinstanbieter, die beispielsweise nur ein oder zwei Produkte pro Jahr verkaufen, natürlich nicht kontaktiert wurden. Leider ist es notwendig, auch verhältnismäßig kleine Anbieter mit einer Abmahnung und entsprechender Kostenerstattung zu kontaktieren. Auch derartige Kleinanbieter sind, wenn sie sich mit ihren Produkten in den geschäftlichen Verkehr begeben, dazu verpflichtet, vor Bewerbung und Verkauf dieser Produkte die Verletzung von Markenrechten Dritter zu überprüfen bzw. auszuschließen. Dies ist in den vorliegenden Fällen nicht erfolgt. Wenn verhältnismäßig kleine Unternehmer abgemahnt werden, wird darauf geachtet, die Kosten möglichst gering zu halten. Normalerweise berechnen sich die Kosten eines Abmahnschreibens nach dem zugrunde liegenden Gegenstandswert, der anhand der verletzten Marke bestimmt wird. Dieser wurde in den vorliegenden Fällen so gering wie möglich angesetzt. Die sich daraus ergebenen Kosten in Höhe von € 991,00 sind für einen Kleinunternehmer noch immer verhältnismäßig hoch, jedoch ist dieser für die Entstehung der Kosten verantwortlich, da er markenverletzende Ware verkauft hat und Jack Wolfskin dadurch zur Verteidigung der Marke gezwungen war. Dabei handelt es sich nicht um eine „Strafzahlung“, sondern um die Kosten, die Jack Wolfskin durch die Einschaltung der Anwälte entstanden sind und die im Falle der begründeten Abmahnung stets vom Markenverletzer übernommen werden müssen. Somit dient die Abmahnung auch einer schnellen und relativ kostengünstigen Beendigung der Angelegenheit. Sie verhindert also zusätzliche häufig weit höhere Kosten im Falle einer Einschaltung der Gerichte.</strong></p>
<p>Dem folgte eine Stellungnahme von Dawanda im hauseigenen Blog:</p>
<p><em>DaWanda lebt als Marktplatz für Unikate und Selbstgemachtes davon, dass die Mitglieder ihre Kreativität entfalten und fair miteinander handeln können. Wenn es Meinungsverschiedenheiten gibt, werden diese im Dialog geklärt.</em></p>
<p><em>Umso mehr sind wir über das Vorgehen von Jack Wolfskin verwundert. Wir haben uns bis jetzt bewußt hinsichtlich öffentlicher Stellungnahmen zurückgehalten und JW bzw. seinen Anwälten mehrfach den Dialog angeboten. Wir versuchen es auch derzeit noch einmal.</em></p>
<p><em>Gern hätten wir gemeinsam mit dem Unternehmen eine Lösung gefunden. Als Reaktion auf das Schreiben der Anwälte von Jack Wolfskin haben wir die beanstandeten Produkte von der Seite genommen. Dennoch erhielten unsere Mitglieder Abmahnungen und dies, obwohl deren Artikel bereits nicht mehr auf DaWanda zu finden waren. Als Antwort auf unser erneutes Gesprächsangebot erreichte uns die <a href="http://www.werbeblogger.de/2009/10/19/jack-wolfskin-stellungnahme/">offizielle Stellungnahme von Jack Wolfskin</a>, in der das Unternehmen sein Vorgehen bekräftigt. Wir sind von diesem Verhalten maßlos enttäuscht. </em></p>
<p><em>Die Art und Weise wie das Unternehmen gegen unsere Mitglieder und DaWanda vorgeht als auch die Verhältnismäßigkeit der getroffenen Maßnahmen sind weit von unseren Vorstellungen eines fairen Miteinanders entfernt. Weder unsere Mitglieder noch DaWanda selbst sind daran interessiert, die Markenrechte von Jack Wolfskin oder eines anderen Unternehmens zu verletzen. Im Gegenteil: bislang kooperieren wir konstruktiv mit anderen Marken bzw. diese mit uns.</em></p>
<p>Und auch Globetrotter, über die ein großer Teil des Vertriebs läuft hat sich geäußert:</p>
<p><em>Globetrotter Stellungnahme:</em></p>
<p><em>Der Schutz von Marken ist ein sehr wichtiges, in Zeiten des Internets aber auch zunehmend schwieriges Thema.</p>
<p>Wir sind der Meinung, dass jedes Unternehmen das Recht (und die Pflicht!) haben muss,<br />
seine eigenen Marken gegen jede Art des Kopierens zu schützen.</p>
<p>Die Angemessenheit der Vorgehensweise von Jack Wolfskin in den aktuellen Fällen, finden wir<br />
aber verbesserungsfähig und auch kritikwürdig.</p>
<p>Wir sind dazu mit Jack Wolfskin im Gespräch.</em></p>
<p>Es ist zumindest etwas, dass sich auch ein paar Große hinter die Kleinen stellen, wenn auch sachte. Mit welcher Vehemenz JW die Abmahnungen vertritt, lässt allerdings <em>leider</em> darauf schließen, dass sie es bis zum Schluß durchziehen werden.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Jack Wolfskin nimmt die Pfoten weg</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Oct 2009 16:46:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gahi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Konsumhölle]]></category>

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		<description><![CDATA[Beim Stöbern auf Dawanda habe ich durch Zufall kleine Buttons gefunden, die als Solidaritätsbekundung und zum Sammeln von Spenden für Abmahnopfer auf Dawanda eingestellt waren. Beim Durchlesen des zugehörigen Forumsartikels war ich zugegebenermaßen mehr als geschockt:
Abmahner diesmal ist Jack Wolfskin. Ja, genau, dieser Hersteller von Outdoor-Klamotten, der ein besonders naturverbundenes, altlinkes, liberales Image pflegt und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Beim Stöbern auf Dawanda habe ich durch Zufall kleine Buttons gefunden, die als Solidaritätsbekundung und zum Sammeln von Spenden für Abmahnopfer auf Dawanda eingestellt waren. Beim Durchlesen des zugehörigen Forumsartikels war ich zugegebenermaßen mehr als geschockt:</p>
<p>Abmahner diesmal ist Jack Wolfskin. Ja, genau, dieser Hersteller von Outdoor-Klamotten, der ein besonders naturverbundenes, altlinkes, liberales Image pflegt und zum Marktführer aufstieg, so dass jeder zweite Bürohengst in der Großstadt mittlerweile Outdoor-Klamotten trägt, weil man ja auf dem 5minütigem Weg zur Straßenbahn oder dem Auto bei Regen tatsächlich nass werden könnte. Die eifrigen Anwälte dieses Konzerns setzen nun alles daran, dieses mühevoll aufgebaute Image zu zerstören.</p>
<p>Einige Shopbetreiber wurden Anfang Oktober wegen eines Schreibens der Anwälte von JW von Dawanda aufgefordert, sämtliche Artikel, auf denen Tatzen und Pfoten zu sehen sind, aus dem Angebot zu nehmen. Dawanda beendete automatisch die von JW ins Auge gefassten Artikel, um Schlimmerem vorzubeugen. Das hat allerdings nicht viel gebracht, denn kurze Zeit später flatterten Abmahnungen in den Briefkasten der Shopbetreiber. Sie hatten Stoffe, auf die Pfoten gedruckt waren, weiterverarbeitet und da JW das Markenrecht einer Wolfstatze auf Textilien (und auf so ziemlich allen anderen Materialien außer Süßigkeiten (da war Katjes schneller)) hält, hatten sie angeblich die Markenrechte verletzt. Die Tatzen auf den Dawanda-Produkten ähnelten der JW-Tatze überhaupt nicht. Es handelte sich um Hunde-, Katzen- oder Bärentatzen, z.T. auch ohne Krallen.</p>
<p>Der aufbrandende Ärger ist verständlich: Warum werden User einer Bastel/Nähplattform zur Rechenschaft gezogen und nicht etwa die <strong>Hersteller</strong> der Stoffe, Aufnäher, Applikationen oder Buttons? Die Betroffenen geben an, stehts darauf geachtet zu haben, keine Markenrechte zu verletzen. Beim Stoffkauf wurde geprüft, ob der Stoffdesigner das Weiterverarbeiten und den Weiterverkauf gestattet und so fühlten sie sich auf der sicheren Seite. Nur sind kleine Shopbetreiber natürlich willkommenere &#8211; da wehrlosere &#8211; Opfer als große Betriebe, die so einen irrwitzigen Rechtsstreit wirklich bis zur letzten Instanz ausfechten könnten.</p>
<p>Vor Augen führen muss man sich vor allem die Größenordnung des &#8220;Schadens&#8221;, der JW durch die Verwendung von Pfoten zugeführt worden sein soll. Die Kollegin, die die erste Abmahnung bekam, hatte zwei Taschenspiegel mit einem Tatzenstoff bezogen und verkauft. Für 3.90 das Stück. Die eingenommenen 7.80 stehen der Forderung von JW gegenüber: Zu zahlen sind 991 Euro.</p>
<p><a href="http://www.werbeblogger.de/2009/10/17/jack-wolfskin-eroeffnet-den-abmahn-herbst/"><br />
</a></p>
<p><a href="http://www.werbeblogger.de/2009/10/17/jack-wolfskin-eroeffnet-den-abmahn-herbst/">Mehr dazu hier.</a></p>
<p><a href="http://www.werbeblogger.de/2009/10/17/jack-wolfskin-eroeffnet-den-abmahn-herbst/"></a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Aachen, Alter!</title>
		<link>http://www.gahi.de/mekkaekke/2009/10/aachen-alter/</link>
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		<pubDate>Mon, 05 Oct 2009 18:42:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gahi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich war lange nicht in Aachen. Als meine Studienfreundin Anna kürzlich nach einem Jahr irischen Exils in die traute Heimat zurückzog und sich (ausgerechnet!) in Aachen niederließ, bot sich eine günstige Gelegenheit, diese Stadt mal wieder zu begutachten. Man hört ja so einiges, z.B. dass in Aachen, Alter, der Tod zuhaus sei.
Das wollt ich natürlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich war lange nicht in Aachen. Als meine Studienfreundin Anna kürzlich nach einem Jahr irischen Exils in die traute Heimat zurückzog und sich (ausgerechnet!) in Aachen niederließ, bot sich eine günstige Gelegenheit, diese Stadt mal wieder zu begutachten. Man hört ja so einiges, z.B. dass in Aachen, Alter, der Tod zuhaus sei.</p>
<p>Das wollt ich natürlich genauer wissen und machte mich letzten Freitag nachmittags auf den Weg. <span id="more-97"></span>Es ging eigentlich schon am Bahnhof los: Ich war etwas früher da, einem Tip folgend, die Züge nach Aachen hätten oft soviel Verspätung, dass man den vorherigen noch bekommt. Tatsächlich stand am Gleis eine viel frühere Abfahrtszeit als im Fahrplan, was aber nicht heißt, dass der Zug auch früher ankam. Es ist mit dem Nach-Aachen-Fahren also ein bißchen wie bei Harry Potter und dem Gleis Neundreiviertel. Man braucht ein bißchen Überzeugung und viel guten Willen, um anzukommen.</p>
<p>In den Waggon gestiegen wusste ich erst einmal nicht, wo ich mich hinsetzen sollte. Die linke Zugseite war komplett von einer flüssigen Siffe auf dem Fussboden überzogen und diese Siffe sah eigentlich nicht so vertrauenserweckend aus, als würd ich darin gern meine Füße abstellen. Also setzte ich mich eben auf die rechte Waggonseite, einem jungen Typen gegenüber, der bemüht konzentriert auf seinen MP3-Player achtete und mich immer heimlich anstarrte. War wohl ein Maschinenbauer aus Aachen. Die kriegen bekanntlich nicht allzu viele Frauen zu Gesicht. Über diesen Gedanken nachsinnend war ich direkt eingeschlafen, denn die Landschaft zwischen Köln und Aachen ist denkbar belanglos.</p>
<p>In Aachen ausgestiegen war ich verblüfft, dass ich nichts (aber auch gar nichts!) wiedererkannte. Nicht mal den Bahnhof, oder den Bahnhofsvorplatz. Nicht mal an den Bahnhof innen und auch nicht an das Pferdedenkmal vor dem Bahnhof. Es ist zwar nur 8 Jahre her, seit ich dort war und normalerweise kann ich mich an die Bahnhöfe der kleinsten Klitsche erinnern, aber bei Aachen ist mein Gedächtnis wie ausgelöscht. Nichts desto trotz fand ich die Busstation und sah auf der elektronischen Anzeige auch den Bus angeschlagen, den Anna mir aufgeschrieben hatte. Sie wohnt gar nicht weit vom Bahnhof, nur ein paar Haltestellen. Der Bus fuhr sogar in Richtung Ponttor, wie sie mir aufgetragen hatte, also stieg ich ein. Mir gegenüber saßen zwei Amerikanerinnen, die sich lautstark nuschelnd (sie nuschelten Englisch!) über die Busfahrkarten lustig machten und sich dann sogar damit gegenseitig fotografierten. Mir taten sie etwas leid, denn sie scheinen aus einer ziemlichen Provinz zu kommen, wenn sie noch nie Busfahrkahrten gesehen haben. Der Bus fuhr und fuhr, doch die Haltestelle Lochnerstraße kam irgendwie nicht. Nach 20 Minuten rief ich Anna an, da war schon die Haltestelle Ponttor angeschlagen. Wir versuchten kurz zu rekonstruieren, was passiert war. Ich erinnerte mich, dass es keinen Haltestellenfahrplan am Bahnhof gab &#8211; also dass nicht angeschlagen stand, wann welche Linie an welcher Haltestelle hält. Es war nur die Uhrzeit bis zur nächsten Linie 13 dagewesen, ein Ministadtplan mit Minibuslinien, aber ohne Haltestellen und eine überaus chaotische Aufschlüsselung, welche Linie man nehmen will, wenn man zur Uni oder zum Planetarium oder weiß der Geier wollte. Nichts über die Lochnerstraße.</p>
<p>Anna meinte, ich solle doch mal den Busfahrer fragen. Das hielt ich für eine gute Idee und legte auf. Der Busfahrer brummte mir ein unmotiviertes, kehliges &#8220;Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa&#8230;&#8230;&#8221; entgegen und ich war so schlau wie vorher. Ich beschloß abzuwarten und setzte mich. Nachdem das Ziel Ponttor angefahren worden war, erschienen wie durch Zauberhand neue Haltestellennamen auf der Anzeige und nach ein paar weiteren Minuten hielt der Bus an der Lochnerstraße. Endlich! Es wurde dann auch klar, was passiert war: Die Linie 13 fährt eine Runde, auf deren Mitte das Ponttor liegt. Deswegen haben die Busse, egal in welche Richtung sie fahren, als Ziel Ponttor angeschlagen. Na logisch!!! Das heißt, dass man als Ortsfremder keine Chance hat, die richtige Haltestelle in der kürzest möglichen Zeit zu erreichen, denn eine Haltestellenaufschlüsselung gibt es nicht und an der Endhaltestelle kann man die Fahrtrichtung der Busse auch nicht erkennen. Entweder ist das den Aachenern noch nicht aufgefallen, weil sich eh so gut wie nie Touristen dahin verirren. Oder aber &#8211; und das ist wahrscheinlicher &#8211; man versucht mit allen Mitteln diejenigen, die Aachen wirklich mal besuchen, so lange wie möglich in der Stadt festzuhalten.</p>
<p>Bei Anna angekommen konnte ich natürlich erst einmal durchatmen. Wir genehmigten uns Tomate-Mozarella mit soviel Balsamico, dass mir davon der Magen flau wurde und Anna begeistert ihr Brot in den Essig stippte, um auch den letzten Tropfen nicht verkommen zu lassen. Es hätte nur gefehlt, dass sie den Rest vom Teller abtrinkt und danach noch ableckt &#8211; der gute Balsamico! Die einen versuchen mit Essig den Kalk vom Mobiliar zu bekommen, die anderen vom körpereigenen Interieur. Ist ja quasi dasselbe.</p>
<p>Dann widmeten wir uns dem Ziel des Abends: Zwiebelkuchen mit Federweißer. Eine zunächst jammertraurige, dann ungeduldige und dann windige Angelegenheit. Während des Schneidens haben wir ordentlich geweint und während des Backens im Ofen gelitten, denn es roch schon so gut! Federweißer und Zwiebelkuchen sorgten dann für die Winde. Das führ ich nicht weiter aus, das kennt ihr sicher. Mit einer Kollegin von Anna genossen wir den Abend, weihten sie in die Geheimnisse von &#8220;Aachen, Alter!&#8221; und schließlich &#8220;Campus, Alter!&#8221; ein.</p>
<p>Schließlich machte ich mich auf den Heimweg und ließ Aachen hinter mir. Im Zug nach Köln waren Freitag Nachmittag allerhand alkoholisierte Asoziale unterwegs, die stundenlang das Klo blockierten. Woraufhin weitere Typen ankamen und die Tür mehrmals klinkten, egal wie verschlossen die war. Wenn das Klo mal frei wurde, dann landete dort direkt der nächste &#8211; und schlief für eine halbe Stunde ein&#8230;oder machte wasauchimmer.</p>
<p>In Köln dann unterhielt eine Horde Fussballfans den ganzen Bahnhof. Besoffene, stinkende, hässliche Kerle, die eine Schwabbelbauch haben und rumgrölen als wären sie die Schlauesten auf der Welt (SINDSE aba nich!). Ich fragte mich mal wieder, welche Daseinsberechtigung diese Kapitalismus-Opfer haben, aber man kann nun mal seit ein paar Jahrzehnten nicht mehr jeden an die Wand stellen, den man für entartet hält.</p>
<p>Die grölten die ganze Zeit: &#8220;Köllllöööööööööö, Köllllööööööö, die Scheißßßßßßßääää vom Rhein!&#8221;. Sowas! Wie können die es wagen. Ich hätt&#8217;s Ihnen am liebsten entgegen gebrüllt: &#8220;Jetzt hört mal gut zu, ihr Scheiß-Neidhammel! WIR HABEN DEN DOM! Und bloß weil UNSERER der GRÖßERE ist, müsst ihr hier nicht so&#8217;n Radau machen!&#8221;.</p>
<p>Ich tat es nicht, sondern stieg in meinen Zug in Richtung Köln Süd. Die Fussballtypen (natürlich!) auch und ich hatte jede Gelegenheit diese stinkenden Schwabbelbäuche, die dezent mit einem roten Fussbalschal geschmückt waren, an mir vorbei wanken zu sehen. ALS ich dann endlich aussteigen konnte, versperrten mir noch so ein paar Heinis den Weg und ließen mich nicht aus dem Zug aussteigen. Mir platzte der Kragen, ich verpasste dem Nächstbesten eine und kämpfte mich an die frische Luft. Ich war immernoch total aggro, als ich zuhause ankam. Hat mir zum Glück keiner übel genommen&#8230;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8230;Verschwindibus&#8230;</title>
		<link>http://www.gahi.de/mekkaekke/2009/09/verschwindibus/</link>
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		<pubDate>Wed, 30 Sep 2009 20:05:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gahi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Hier sind in letzter Zeit einige Artikel verschwunden. Einige stammten von anderen Autoren, andere haben irgendwem nicht in den Kram gepasst.
Da ich gern die Befehlshoheit über mein eigenes Blog habe, habe ich Artikel anderer Autoren vorsorglich entfernt, um keine Imageschäden, Rechtsstreitigkeiten oder böse Briefe zu provozieren. Ich halte es für besser, wenn keine Artikel anderer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hier sind in letzter Zeit einige Artikel verschwunden. Einige stammten von anderen Autoren, andere haben irgendwem nicht in den Kram gepasst.</p>
<p>Da ich gern die Befehlshoheit über mein eigenes Blog habe, habe ich Artikel anderer Autoren vorsorglich entfernt, um keine Imageschäden, Rechtsstreitigkeiten oder böse Briefe zu provozieren. Ich halte es für besser, wenn keine Artikel anderer Autoren an dieser Stelle erscheinen &#8211; ich will einfach jederzeit selber entscheiden können, welche Beiträge öffentlich bleiben und welche nicht.</p>
<p>Es war eigentlich immer eine Stärke der Mekkaekke, dass Ärgernisse unverblümt ausgesprochen werden können oder satirisch überspitzt erscheinen. Für einige Leute ist das leider nur so lang witzig, solang es nicht ans eigene Fleisch geht. Eine unbedachte Bemerkung hat mir das offizielle Kündigen einer Freundschat (zumindest hielt ich es immer dafür) eingebracht und auch mit dem Entfernen der Absätze/Artikel war keine Versöhnung zu erzielen.</p>
<p>Ich muss gestehen, dass ich auf solche Kindereien keine Lust habe und es auch ein wenig schade finde, dass man nun auf die WGT-Artikel verzichten muß. Da ich außerdem ungern halbe Sachen mache, wird es nun <strong>keine Artikel/Absatzlöschungen/Entschuldigungen für meine Meinung o.ä. mehr geben</strong>. Die Erfahrung lehrt, dass es eh nichts bringt.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Der Beweis&#8230;</title>
		<link>http://www.gahi.de/mekkaekke/2009/05/der-beweis/</link>
		<comments>http://www.gahi.de/mekkaekke/2009/05/der-beweis/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 25 May 2009 16:41:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gahi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Theorie der ökologische Unschärferelation hat sich in den letzten Tagen mehr als bestätigt. Ich bin jeden Tag draußen und habe einiges gefunden, was andere verzweifelt suchen. Aber kein einziges Baumpiepernest, nach zwei Wochen Suche.
Ich bin jeden Tag mehrere Stunden draußen und bekomme so einiges zu sehen. Ich möchte eine kleine Liste machen von dem, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Theorie der ökologische Unschärferelation hat sich in den letzten Tagen mehr als bestätigt. Ich bin jeden Tag draußen und habe einiges gefunden, was andere verzweifelt suchen. Aber kein einziges Baumpiepernest, nach zwei Wochen Suche.</p>
<p>Ich bin jeden Tag mehrere Stunden draußen und bekomme so einiges zu sehen. Ich möchte eine kleine Liste machen von dem, was ich/wir statt Baumpiepernestern gefunden haben:</p>
<p><em><strong>Säuger</strong></em></p>
<ol>
<li>sehr viele Wildschweine, die im Idealfall spätestens nach einem Ruf &#8220;Schweinibus Verschwindibus!&#8221; und dreimaligem Klatschen verschwinden.</li>
<li>eine Wildschwein-Totgeburt (!)</li>
<li>Füchse</li>
<li>viele Kaninchen und Feldhasen</li>
<li>Rehböcke und Ricken</li>
<li>das Nest einer Maus</li>
</ol>
<p><em><strong>Amphibien</strong></em></p>
<ol>
<li>viele Grasfrösche</li>
<li>Teichmolche (!)</li>
</ol>
<p><em><strong>&#8220;Reptilien&#8221;</strong></em></p>
<ol>
<li>Sehr viele Zauneidechsen</li>
<li>Waldeidechsen</li>
<li>Blindschleichen</li>
<li>Ringelnatter</li>
</ol>
<p><em><strong>Vögel</strong></em></p>
<ol>
<li>Beim <em>Waldschnepfen</em>-Fang: 1 aggressiver Ziegenmelker (!), der fast ins Netz gegangen wär</li>
<li>ein Insekten jagender Baumfalke (!)</li>
<li>viele Schwarzkehlchen mit vielen Jungtieren</li>
<li>ein ruffreudiger Schwarzspecht</li>
<li>fütternde Heidelerchen</li>
</ol>
<p>Außerdem hatten wir noch viele, viele Insekten, vor allem sehr schöne Libellenarten (Königslibelle, Plattbauch, Blaupfeil, gebänderte Prachtlibelle, eine Exuvie&#8230;). Ich hoffe, ich kann die Liste bald um ein paar Baumpiepernester und Jungtiere erweitern&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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