Mekkaekke 

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Spar Wachs

Blogged in Medien by Gahi Sonntag August 8, 2010

Im TV werden grad alle (un)umöglichen Filme der Star-Wars-Reihe gezeigt. Mal wieder. Das ist nicht mal als Hintergrundgeplänkel zu ertragen, wenn man vorrangig etwas anderes zu tun hat. Die dramaturgische Komplexität, die jeder Grundschüler besser hätte ausarbeiten können, wird nur noch von den bemühten Sprachfehlern dieser intergalaktischen Freakshow übertroffen.

Jede zweite Figur hat irgendeine Blockade im Sprachzentrum: Dieser grünliche, alt gewordene Mogwai ist ein wandelnder Syntaxfehler und obwohl es in der Star-Wars-Welt hochtechnisierte Raumschiffe gibt, können Roboter entweder nur Blinkern oder grenzdebile Äußerungen von sich geben. Dann gibt es da noch diesen unförmigen Ichse-Duse-Michse-Dumbo und den bösen, schwarzen Mann mit dem fest installierten Asthma-Inhalator im Gesicht. So ein schwächlicher Asthmatiker kann einem wirklich Angst einjagen.

Aber das Schlimmste ist immernoch dieser laufende Flokati, dessen “brüllen” eine Mischung aus Ächzen und abgebrochenen Eselslauten ist. Sein Name hätte sich auch irgendwie besser als Kaugummimarke gemacht…

Da kann man nur entnervt abschalten und sich still fragen, wer indreiteufelsnamen sich eigentlich so eine flache Scheiße ausdenkt.

Bild im Spiegel – wie die Schweinegrippe uns alle verändert

Blogged in Allgemein by Gahi Dienstag November 10, 2009

Dass die Spiegel-Redaktion vor einiger Zeit Zuwachs durch Buchstabenakrobaten (Journalisten will ich es nicht nennen) von der Bild bekommen hat, ist keine Neuigkeit. Dass die Artikel des Spiegels ganz gewaltig nachgelassen haben, auch nicht. Ich wollte mich schon lange mal über die schlechten Recherchen, Formulierungen und Bumsfallera-Schlagzeilen auskotzen. Am liebsten mag ich „immer wieder“ oder „immer häufiger“, auch „immer weniger“. Besser kann man gar nicht belegen, dass man schlampig recherchiert hat, denn es drängt sich sofort die Frage nach der Quelle und greifbaren Fakten auf. Ein „Immer mehr Ärzte machen disundis.“ hat soviel konkrete Aussagekraft wie der Wetterbericht für über-übernächste Woche. Aber damit nicht genug. Mit der Schweinegrippe schießt der Spiegel den Vogel ab (und ich mag Vögel).
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Der Wolf rudert zurück

Blogged in Allgemein by Gahi Freitag Oktober 23, 2009

Offenbar tritt Jack Wolfskin in der Geschichte der Abmahnungen ein Stückchen zurück. Der Geschäftsführer Manfred Hell hatte schon vorgestern mit dem Werbeblogger Kontakt aufgenommen und es sieht so aus, als seien die Bluthunde zurückgepfiffen worden.

Eben gab es eine Pressemitteilung von Jack Wolfskin:

Jack Wolfskin reagiert auf Kritik beim Vorgehen zum Markenschutz
Idstein, 23. Oktober 2009 –

Die zum Teil heftigen Reaktionen im Internet auf das Vorgehen von Jack Wolfskin in Fällen von Markenrechtsverletzungen führen zu einem Einlenken des Unternehmens. Gegen die zehn Anbieter, die Produkte mit Tatzen-Design auf der Plattform DaWanda.de verkauft hatten und daraufhin von Jack Wolfskin abgemahnt wurden, werden keine weiteren rechtlichen Schritte mehr verfolgt.
„Der Schutz unserer Marke hat für uns oberste Priorität“, sagt Manfred Hell, Geschäftsführer von Jack Wolfskin. „Wir sind immer bemüht, mit Augenmaß und nur dort vorzugehen, wo wir unsere Schutzrechte wirklich gefährdet sehen. Die zum Teil heftige Kritik unserer Kunden in den aktuellen Fällen der DaWanda- Anbieter nehmen wir ernst und zum Anlass, unser Vorgehen kritisch zu hinterfragen. Dies bedeutet, dass wir mit dem Entfernen der betroffenen Produkte von der Internetplattform die Fälle als erledigt ansehen, keine weiteren rechtlichen Schritte verfolgen und den Anbietern die vor allem kritisierten Kosten erlassen.“
Darüber hinaus wird Jack Wolfskin sein Vorgehen in Fällen von kleingewerblichen Angeboten verändern. Hier wird das Unternehmen in Zukunft zunächst auf anwaltliche Schritte verzichten und selbst Kontakt aufnehmen. Kommt es zu einer Einigung, sollen Kosten möglichst ganz vermieden werden. Anwaltliche Hilfe soll in Zukunft erst ein letzter Schritt sein. Weiterhin sagt Manfred Hell: „An der großen Emotionalität, mit der die Debatte geführt wurde, sehen wir, wie hoch die Erwartungshaltung an uns ist. Dem wollen wir gerecht werden. Wir haben uns der Kritik gestellt, unser Vorgehen kritisch durchleuchtet und werden in Zukunft sensibler agieren.“

Das klingt doch schon mal ganz gut. Hoffentlich haben die Betroffenen nächste Woche ein entsprechendes Schreiben im Briefkasten.

Dann kann sich der Werbeblogger noch ein bißchen mehr als Heilsbringer selbst beweihräuchern (sorry, der musste sein. Was für ein blasierter Affe!)

Jack Wolfskin stellt sich hinter Abmahnungen

Blogged in Allgemein by Gahi Donnerstag Oktober 22, 2009

Nachdem bis jetzt knapp 10 Dawanda-Bastlern hochpreisig abgemahnt wurden, brauste eine Solidaritätswelle auf, die zum Einrichten von Spendenkonto führte, der Planung einer Petition, Verkauf von Anti-Wolfskin-Buttons und dem generellen Gefühl, das niemand mehr irgendwie Jack Wolfskin-Produkte kaufen will. Die Willkür und Verhältnislosigkeit sucht ihresgleichen. (weiterlesen…)

Jack Wolfskin nimmt die Pfoten weg

Blogged in Allgemein,Konsumhölle by Gahi Sonntag Oktober 18, 2009

Beim Stöbern auf Dawanda habe ich durch Zufall kleine Buttons gefunden, die als Solidaritätsbekundung und zum Sammeln von Spenden für Abmahnopfer auf Dawanda eingestellt waren. Beim Durchlesen des zugehörigen Forumsartikels war ich zugegebenermaßen mehr als geschockt:

Abmahner diesmal ist Jack Wolfskin. Ja, genau, dieser Hersteller von Outdoor-Klamotten, der ein besonders naturverbundenes, altlinkes, liberales Image pflegt und zum Marktführer aufstieg, so dass jeder zweite Bürohengst in der Großstadt mittlerweile Outdoor-Klamotten trägt, weil man ja auf dem 5minütigem Weg zur Straßenbahn oder dem Auto bei Regen tatsächlich nass werden könnte. Die eifrigen Anwälte dieses Konzerns setzen nun alles daran, dieses mühevoll aufgebaute Image zu zerstören.

Einige Shopbetreiber wurden Anfang Oktober wegen eines Schreibens der Anwälte von JW von Dawanda aufgefordert, sämtliche Artikel, auf denen Tatzen und Pfoten zu sehen sind, aus dem Angebot zu nehmen. Dawanda beendete automatisch die von JW ins Auge gefassten Artikel, um Schlimmerem vorzubeugen. Das hat allerdings nicht viel gebracht, denn kurze Zeit später flatterten Abmahnungen in den Briefkasten der Shopbetreiber. Sie hatten Stoffe, auf die Pfoten gedruckt waren, weiterverarbeitet und da JW das Markenrecht einer Wolfstatze auf Textilien (und auf so ziemlich allen anderen Materialien außer Süßigkeiten (da war Katjes schneller)) hält, hatten sie angeblich die Markenrechte verletzt. Die Tatzen auf den Dawanda-Produkten ähnelten der JW-Tatze überhaupt nicht. Es handelte sich um Hunde-, Katzen- oder Bärentatzen, z.T. auch ohne Krallen.

Der aufbrandende Ärger ist verständlich: Warum werden User einer Bastel/Nähplattform zur Rechenschaft gezogen und nicht etwa die Hersteller der Stoffe, Aufnäher, Applikationen oder Buttons? Die Betroffenen geben an, stehts darauf geachtet zu haben, keine Markenrechte zu verletzen. Beim Stoffkauf wurde geprüft, ob der Stoffdesigner das Weiterverarbeiten und den Weiterverkauf gestattet und so fühlten sie sich auf der sicheren Seite. Nur sind kleine Shopbetreiber natürlich willkommenere – da wehrlosere – Opfer als große Betriebe, die so einen irrwitzigen Rechtsstreit wirklich bis zur letzten Instanz ausfechten könnten.

Vor Augen führen muss man sich vor allem die Größenordnung des “Schadens”, der JW durch die Verwendung von Pfoten zugeführt worden sein soll. Die Kollegin, die die erste Abmahnung bekam, hatte zwei Taschenspiegel mit einem Tatzenstoff bezogen und verkauft. Für 3.90 das Stück. Die eingenommenen 7.80 stehen der Forderung von JW gegenüber: Zu zahlen sind 991 Euro.


Mehr dazu hier.

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